Weniger Tiere und Aussteller bei Kreis-Jungtierschau des Kaninchenzuchtvereins H 25 Dietesheim Die Züchter bereichern das kulturelle Miteinander

Für die beiden Kreis-Jungtier-Meister gab es vom Landrat den Pokal und von Bürgermeister Daniel Tybussek Futtergutscheine. Foto: m

Mühlheim (m) – Es fehlen Menschen wie Tiere. Wie so vielen Vereinen mangelt es auch dem Kaninchenzuchtverein (KZV) H25 Dietesheim an Mitgliedern – und bei der Kreis-Jungtierschau waren zudem weniger Exemplare der Langohren zu sehen. Das lag auch an der Veränderung des Klimas – kein richtiger Winter und extreme Hitze in den vergangenen Wochen. „Die Tiere halten minus 20 Grad besser aus als plus 20“, erläuterte H25-Vorsitzender Klaus Mahl der bei Ausstellungseröffnung.

Das Klima in der Vereinswelt hingegen scheint abgekühlt. Es gebe kaum noch Leute, die sich engagieren wollen, schon gar nicht für ein aufwendigeres Hobby wie die Tierzucht, stellte Mahl fest. 54 Kaninchen von neun Ausstellern waren übers Wochenende auf dem Zuchtgelände am Grünen See zu bewundern. Fünf Aktive gehören Vereinen des ausrichtenden Kreisverbands Maintals an, der von Dietesheim über Steinheim bis nach Seligenstadt und Jügesheim reicht, vier sind im Offenbacher Verband gemeldet. Sie nahmen als Gastaussteller teil.

Ausstellungsleiter Mahl erhielt auf seinen Schlag 25 Punkte wie auch Vorstandskollege Christian Eitel. So gab es erstmals zwei Kreis-Jungtier-Meister.

Sie erhielten den Pokal des Landrats und einen Futtergutschein von Bürgermeister Daniel Tybussek auf Exemplare der Rassen Thüringer und Rhönkaninchen. Preisrichter Wilfried Schmitt aus Hattersheim sprach die Leistungspreise und somit je einen Bon für Futter von Ehrenbürgerin Elisabeth Gilmer-Kaiser und vom Rathauschef Norbert Jung und dem Jügesheimer Otto Nix auf Kleinsilber blau und Rote Neuseeländer zu.

Bester Gastaussteller und Empfänger des Gutscheins von Stadträtin Erika Sickenberger ist Patrick Schwemmler vom Mühlheimer Verein H295 mit seinen Kleinsilber gelb. Leistungspreise gingen an den Offenbacher Kreisvorsitzenden Joachim Pfeiffer (Lohkaninchen schwarz), Stefan Funk (Kleinsilber blau), Bernd Schwemmler (Helle Großsilber) und Elke Rupp (Rote Neuseeländer), alle vom H266. Sie gewannen Gutscheine vom Mühlheimer Stadtverordneten-Vorsteher Harald Winter.

Manche Jungtiere hocken noch in den Nestern, erläuterte Klaus Mahl die Auswirkungen des Wetters, ein paar Tiere seien während der Hitze verendet. Den Züchtern biete die frühe Schau einen Überblick und weise ihnen die Richtung bei der Zucht. Die Impfpflicht bereite den Züchtern Sorge, allein die Injektion der Tiere gegen die chinesische Krankheit koste fast zehn Euro pro Tier. In Frankreich koste der Impfstoff nur einen Euro, der sei jedoch zugunsten der heimischen Pharmaindustrie nicht zugelassen.

Der Vorsitzende erkannte „sehr gute Zuchttiere“ in der Ausstellung, die Hasen dürften wenig Stress ausgesetzt sein und genossen den Wind während der hohen Temperaturen. Zugleich lobte Mahl den guten Zusammenhalt der Züchter in dem kleinen Verein. Bürgermeister Tybussek erinnert sich seiner ersten Amtshandlung vor acht Jahren in der Gemeinschaft der Züchter, der er selbst angehöre.

Die Züchter bereichern das kulturelle Miteinander, der mangelhafte Zuspruch in den Vereinen mache jedoch das Zusammenrücken nötig. Kreis-Vorsitzender Winter wies darauf hin, dass sich die Verbände Maintal und Hessen-Nassau verbinden werden. Mahl warb für die Thüringer Würstchen, die Vereinsmitglieder eigens aus Kieselbach bei Bad Salzungen nahe der Mühlheimer Partnerstadt Tiefenort geholt hatten.

Verbandsvorsitzender Reinhold Winter informierte, dass der Landesverband Hessen-Nassau sich mit dem kurhessischen verbinden möchte.

Angesichts fehlender Aktiver würden künftig auch viele Vereine kooperieren, hieß es, was der Rathauschef ausdrücklich befürwortete, denn „sie bereichern das kulturelle Miteinander in der Stadt“.

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