Familiäre Atmosphäre trotz Rekordbesuchs Zwei Tage lang Hochbetrieb auf Mühlheimer Weihnachtsmarkt

Jung und Alt kamen beim Besuch des Mühlheimer Weihnachtsmarkts auf ihre Kosten. Viele Standbetreiber spendeten ihren Erlös oder einen Teil davon für einen guten Zweck. Foto: pro

Mühlheim (pro) – Konrad mag süßen Hugo. Oder die heiße Oma. Der Senior, der Andy Franz so gerne auf den Arm nimmt – oder umgekehrt – bevorzugt offenbar Hochprozentiges. Da war er auf dem Mühlheimer Weihnachtsmarkt gut bedient. Der gefiel am Wochenende, weil er mehr als Glühwein und Co bot. Dafür aber kein kilometerlanges Gedränge und Geschiebe, obwohl der Bürgermeister von einem Rekordbesuch spricht.

Daniel Tybussek eröffnete die 30. Ausgabe des größten Treffpunkts der Mühlenstadt unter freiem Himmel. Dieser begleitete das vorweihnachtliche Spektakel mit strahlendem Sonneinschein, also idealem Wetter für einen Spaziergang und einen Bummel durch den Budenzauber. 45 Stände hatte der Bauhof in der Altstadt aufgestellt, viele Standinhaber hatten die Hütten um Pavillons ergänzt.

Von dieser Größe wolle man nicht abrücken, erläutert der Rathauschef. Und der Erfolg gibt ihm recht, der Markt ist übersichtlich, Nachbarn und Freunde finden sich, ohne lange im Stau zu stehen.

Eröffnung mit Turmbläsern

Zahlreiche Besucher und Ehrengäste versammelten sich am Samstagnachmittag im Hof des Gemeindezentrums St. Markus, um dem Startschuss für die „vielfältige und bunte Mischung in familiärer Atmosphäre“ beizuwohnen. Musikalisch gestalteten die Turmbläser vom Blasorchester der Sport-Union den offiziellen Akt. Rundherum, in Pfarr- und Apfelbaumgasse, dufteten längst heiße Leckereien, aber auch phantasievolle und kreative Geschenkideen.

Dass die Mühlenstädter ein großes Herz haben, repräsentierte das bunte Engagement für ganz unterschiedliche soziale Zwecke an. Das Elsternest, das sich seit vielen Jahren vorm Abtshof einnistet, ließ wieder staunen, wie Menschen in Burkina Faso aus Abfällen entsprechend farbige Spielzeugautos fertigen. Oder super-schlange Körper mit typischer Kleidung aus Bronze gießen. Genau richtig zur knackigen Kälte war die Auslage der Hilfe für Matarbari in Bangladesh mit handgestrickten Hausschuhen bedeckt, aber auch mit Marmeladen und Einkaufskörben, deren Erlös für Bildung und Gesundheit verwendet werden soll. Die Naturfreunde fertigten Sterne aus Papiertüten für ähnliche Projekte in Nepal.

Kulinarische Genüsse

Heimische Projekte unterstützen Gruppen wie das Café Zeit von der Christuskirche. Sie lockten Süßmäuler mit Linzer Torte, Nussecken und Pharisäer-Kaffee, andere Gourmets mit gefüllten Panini-Brötchen. Die Katholische Jugend verdiente Geld für die nächste Freizeit mit einem Zeltlager-Punsch, die SG-Damen machten selbst den Caipirinha heiß, die Sonnau den Hugo und Angler den Slibowitz. Kartoffelpuffer- und -suppe sind groß im Rennen, und natürlich die belgische Version der Pommes von Frau-Mutter-Kind.

Vor den „Futterhäusern“ bildeten sich wie gewohnt die längsten Warteschlangen. Doch wie die Knobi-Brote waren viele Leckereien am frühen Sonntagabend ausverkauft – mit dem enormen Zuspruch hatten viele Beschicker einfach nicht gerechnet. Auch zu fortgeschrittener Stunde lohnte es sich noch, handgemachte Mützen und Handschuhe anzuprobieren, Perlenschmuck, witzige „Mitbringsels“ oder gar Karten fürs Spaßtheater für den Gabentisch auszuwählen.

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