Enttäuschender Vorverkauf fürs Open-Doors-Festival / Ticket-Aktion soll mehr Besucher locken 50 Euro für zwei Autos

Die Geschäftsführer von „12 Löwen“, Christopher George (links) und Michael Kercher, werben noch einmal mit der „Zwei für eins“-Aktion (eine Eintrittskarte für zwei Autos) für das Open-Doors-Festival vom 11. bis 13. September im Autokino Gravenbruch. Foto: lfp

Neu-Isenburg (lfp) – „Wir haben der Stadt Neu-Isenburg und ihren Bürgern, aber auch den Menschen aus dem weiten Umkreis mit Open Doors ein Musikspektakel geschenkt, das seinesgleichen sucht – und jetzt das“, zeigt sich Michael Kercher entrüstet. Es ist nicht nur die „Geiz-ist-Geil-Mentalität“, die der Organisator des Festivals Open Doors nicht verstehen kann, sondern insbesondere die schon „unverschämten“ Kommentare in den sozialen Netzwerken. Um überhaupt in diesem Jahr die traditionsreiche Veranstaltung irgendwie fortführten zu können, wurde eine Alternative auf dem Gelände des Autokino Gravenbruch – auch mit Unterstützung der Stadt Neu-Isenburg – organisiert.

Ohne Eintrittsgelder, wie es bisher die Open-Doors-Fans gewohnt waren, ist dies jedoch nicht möglich. Der Eintritt sollte pro Fahrzeug 50 Euro kosten. Doch die Agentur 12 Löwen, mit Geschäftsführer Michael Kercher und Christopher George, haben die Rechnung ohne die sparwütigen Fans gemacht. „Von den 1.500 Karten für die fünf Shows auf dem Gelände des Autokinos Gravenbruch sind bis heute nicht einmal 100 verkauft – es ist mir peinlich, dies so zu bestätigen“, macht Kercher keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. Noch ist die Veranstaltung – und auch die Zukunft von Open Doors – zu retten. „Wenn sich nicht was gewaltig tut, wird es nächstes Jahr kein Open Doors mehr geben, weil wir es schlichtweg nicht überleben“, so Kercher.

Bisheriger Rückhalt sind die meisten Sponsoren sowie die Sachspender des Newcomer-Wettbewerbs, der ebenfalls im Rahmen des Open-Doors-Programms wieder stattfinden wird. „Natürlich erhalten alle Bands die volle Gage, das sehen wir, gerade in dieser schweren Zeit, als unsere Verpflichtung an“, betont Kercher.

Was auf dem Gelände des Autokinos Gravenbruch geboten wird, bezeichnen die Organisatoren als „gigantisch“. Kameras übertragen die Bilder der Bands auf eine riesige LED-Leinwand, der Klang kommt direkt über das Autoradio zu den Fans in ihren Fahrzeugen.

Auch Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel, der die Idee zu dieser Alternativ-Veranstaltung hatte, sieht die Stadt in der Pflicht, ein großes Stück Isenburger Kultur über die Corona-Zeit hinweg zu retten. „Wir stehen auch zu unserer Zusage und unterstützen diese Veranstaltung“, so Hunkel.

Als besonderes Entgegenkommen an die Fans gibt es ab sofort das Angebot „Zwei für eins“ – also 50 Euro für zwei Fahrzeuge. Für kulinarische Highlights und das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt – alles unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Auflagen. Alle Infos gibt es im Internet unter open-doors-festival.de

Das Programm

Am Freitagabend eröffnen Gerry & the Steamers um 20 Uhr als Vorgruppe der Lokalmatadoren The Gypsys & friends, diese spielen von 21.30 bis 23.30 Uhr, mit der Show 1 das Open-Doors-Programm. Am Samstag folgt ab 16 Uhr die Show 2 mit den Newcomern Vellocet, von 17 bis 19 Uhr tritt dann die Hard-Rock-Band RyffHuntR auf. Die Show 3 startet um 21 Uhr mit der zweiten Newcomer-Band Farewell Spit, von 22 bis 0 Uhr stehen dann Buffalo & Wallace auf der Autokino-Bühne. Am Sonntag startet die Show 4 um 14 Uhr mit den Newcomern Vost, von 15 bis 17 Ihr spielen dann The Queen Kings. Die Show 5 startet um 20 Uhr mit den Newcomern Revealing Our Odd Thoughts, die Band Purple Rising setzt dann von 21.30 bis 23 Uhr den Schlusspunkt.

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