Jugendliche präsentieren Musical aus eigener Feder in der Marktplatzgemeinde Aufwühlendes Wiedersehen

Ein Wiedersehen unter Freundinnen nach langen zehn Jahren machten die jungen Musical-Darstellerinnen zum Thema ihrer Aufführung in der Marktplatzkirche. Foto: Postl

Neu-Isenburg (lfp) – Immer wieder spricht man von „Geschichten, die das Leben schreibt“. Zehn junge Frauen der Evangelisch-Reformierten Gemeinde am Marktplatz in Neu-Isenburg haben aus ihren Geschichten ein lebendiges Musical gebastelt. Unter dem Motto „Story of my life. You don’t age by years, but by stories…“ präsentierten die Jugendlichen das Werk nun in der Marktplatzkirche.

Unter der Gesamtleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiterin der Gemeinde, Monika Sokolowski war ein Spiegelbild der Schicksale in der noch jungen Lebensrealität der Akteure entstanden. Das Potpourri aus Freude, Liebe, aber auch Schmerz wusste die Besucher – von denen es durchaus ein paar mehr hätten sein können – zu überzeugen.

Großer technischer Aufwand in der beschaulichen Kirche der Marktplatzgemeinde. Eine Bühne war im Altarraum aufgebaut, darauf zehn Stühle und darüber eine große Leinwand. Dort gaben die zehn mitwirkenden Jugendlichen im Alter von 13 bis 15 Jahren erst einmal eine Einführung über die Hintergründe ihrer „Stories“, beschrieben aber auch die Problematiken der Entstehung. „Mich hat es gereizt, einmal vor großem Publikum auf der Bühne stehen zu können. Aber genau davor hatte ich auch ein wenig Angst“, erzählte eine Teilnehmerin. „Ich habe durch dieses Projekt jetzt ganz neue Freundinnen gefunden“, sagte eine andere. Und Patty (Marie Nachtsheim) hatte richtig Bammel vor ihrem Soloauftritt als Gesangsstar. „Ich wollte das unbedingt machen, hatte aber richtig Schiss, ob mir das auch so alles gelingt“, so Marie Nachtsheim.

Einig waren sich alle, dass sie wieder an solch einem Projekt teilnehmen würden. Seit August hatten die zehn jungen Damen verschiedene „Stories“ geschrieben, manche verworfen, andere dafür favorisiert, gemeinsam diskutiert und die Texte angepasst. Das Musical „Story of my life“ greift unterschiedliche gesellschaftliche Aspekte auf. Aufgegriffen wurden Probleme im Elternhaus, die Sehnsucht nach eigenen Kindern, Liebe, Freundschaft und Karriere. Dass im „richtigen Leben“ nicht immer alles so läuft wie gewünscht oder geplant, gehörte ebenfalls zum Inhalt des Musicals. Obgleich der noch fehlenden Lebenserfahrung gelang die Projektion der verschiedenen Lebenswege in die Zukunft überzeugend. Hier zeigte sich die führende Hand von Monika Sokolowski.

Das Licht ging an und die Story nahm ihren Lauf. Joelle (Moschda Athie) lädt ihre besten früheren Freundinnen nach zehn Jahren zu einem Wiedersehenstreffen ein. Da gab es viel zu erzählen, doch auch optisch hatten sich die jungen Damen sehr verändert. Da war Patty (Marie Nachtsheim), die in der Schule nur das hässliche Entlein war, plötzlich zum umjubelten Gesangsstar avanciert. Sie wurde zunächst nicht erkannt, berichtet aber von ihrem Sieg bei „The Voice of Germany“ mit Stargast Selena Gomez und David Guetta (Nele Beitner) in der Jury. Jetzt blickt Patty zudem noch Mutterfreuden entgegen und ist total glücklich. Genau diese Schwangerschaft löst jedoch bei Sahra (Leonie Meisinger) schmerzhafte Erinnerungen aus. Sie wünscht sich schon lange ein Kind und darf endlich Giuliana (Hanna Wang) als Pflegetochter in ihrem Haus begrüßen.

Dann ist da noch Laura (Teresa Schneider), die mit ihrer Freundin Luise (Alizia Ross) einen folgenschweren Unfall hatte, seitdem an den Rollstuhl gefesselt ist und scheinbar am Boden zerstört scheint. Doch das Leben hat auch für Patty eine „frohe Botschaft“ – ein Jahr später trifft sie Patrick (Tamea Grohmann) und auch ihre Geschichte wendet sich zum Guten.

Das Musical und insbesondere die beiden Probenwochenenden haben die zehn Darstellerinnen zu echten Freundinnen werden lassen. Wie lange diese Freundschaften halten werden? Die Fortschreibung von „Story of my life“ wird es zeigen.

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