Jahresbericht der Neu-Isenburger Freiwilligen Feuerwehr: Von Wohnungsbrand bis Pferderettung Diese Einsätze sind den Helfern in Erinnerung geblieben

Ungewöhnlicher Gast: Einen Fuchswelpen fanden Zeppelinheimer im Juni in ihrem Wohnzimmer hinter dem Sofa.

Neu-Isenburg (red) – Im Jahr 2018 musste die Feuerwehr Neu-Isenburg zu insgesamt 569 Einsätzen ausrücken. Auch in der Nacht von Silvester zu Neujahr mussten die ehrenamtlichen Helfer ran: drei Einsätze für die FFNI. Das Jahr 2018 brachte eine ähnlich hohe Zahl an Einsätzen wie das Vorjahr (2017: 550). Der Abstand zwischen den Einsatzarten „Feuermeldung“ und „technische Hilfeleistung“ fiel im abgelaufenen Jahr ähnlich deutlich aus wie im Vorjahr. 2018 standen insgesamt 339 Hilfeleistungseinsätze 230 Feuermeldungen gegenüber.

Einige Einsatzkräfte hatten sich an Silvester im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit ab 18 Uhr zu einer Bereitschaft im Feuerwehrhaus eingefunden. Zum letzten Einsatz im Jahr 2018 wurden sie um 23.07 Uhr gerufen. In der Küche eines Wohnhauses in der Wilhelm-Leuschner-Straße ließen sich aufgrund eines technischen Defekts die Herdplatten nicht mehr ausschalten. Durch Ausschalten der Sicherung ließ sich die Gefahr der rotglühenden Platten beseitigen.

Der erste Einsatz im Jahr 2019 führte die Feuerwehr um 1.46 Uhr in den Stadtteil Zeppelinheim. Im Amselweg brannte im Freien eine Waschmaschine, die beim Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht war. Um 4.45 Uhr mussten dann noch in einem Wohnhaus am Buchenbusch zwei Menschen aus einem stehengebliebenen Aufzug befreit werden. Der Aufzug wurde anschließend stillgelegt, der Einsatz war nach etwa 20 Minuten beendet.

Nachfolgend ein Rückblick auf die Einsätze im Jahr 2018:

Am 5. Januar wurde die FFNI zu einem Feuer in einem Einfamilienhaus in der Hugenottenallee gerufen. Die Mitarbeiterin eines Pflegedienstes hatte dort Rauch in der Erdgeschosswohnung gemeldet. Teile einer Couch waren in Brand geraten. In der Brandwohnung fanden die Helfer eine leblose 88-jährige Frau, die sofort ins Freie gebracht wurde. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsversuche blieben leider erfolglos. Ein Feuerwehrmann und die Mitarbeiterin des Pflegedienstes mussten mit Verdacht auf Rauchvergiftung behandelt werden.

Die ehemalige Sozialunterkunft in der Nähe der Neu-Isenburger Feuerwache wurde ebenfalls im Januar zum Übungsobjekt: Ein Dutzend Ehrenamtliche der Feuerwehr konnten hier unter sehr realen Bedingungen verschiedene Einsatzszenarien unter Atemschutz üben.

Zu einem vermeintlichen Großeinsatz im Neu-Isenburger Gewerbegebiet Ost wurde die FFNI am 15. März alarmiert. Ein Hausmeister bemerkte dichten schwarzen Rauch in den Räumlichkeiten einer Großbäckerei und aus dem Schornstein des Gebäudes. Offenkundig waren außerdem keine Mitarbeiter mehr vor Ort. Ein Feuer war nicht vorzufinden, allerdings zahlreiche verbrannte Brötchen in einem der Öfen. Möglicherweise aufgrund eines technischen Defekts hatte sich der Ofen nicht wie geplant abgeschaltet.

Am 6. Juni hatte sich im Stadtteil Zeppelinheim ein Fuchswelpe ins Wohnzimmer eines Einfamilienhauses verirrt und dort hinter dem Sofa versteckt. Die Bewohnerin bat die Feuerwehr um Hilfe. Neun Kollegen aus der Kernstadt fuhren hin, fingen den Welpen ein und setzten ihn ganz in der Nähe im Wald aus – nach Rücksprache mit Experten im Frankfurter Stadtwaldhaus: Die Mutter würde so wieder Witterung aufnehmen können und ihr Junges wiederfinden.

Rund 50 Feuerwehrleute aus Neu-Isenburg, Zeppelinheim, Obertshausen, Offenbach und Sulzbach löschten am 8. Juli einen Böschungsbrand an der A3 zwischen dem Offenbacher Kreuz und der Anschlussstelle Frankfurt/Süd. Auf einer Länge von rund 500 Metern brannte das Gestrüpp am Fahrbahnrand. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit breitete sich das Feuer rasch aus und fraß sich auf der betroffenen Länge rund 20 Meter tief in den Wald hinein.

Beim „Tag der offenen Tür“ der Neu-Isenburger Hilfsorganisationen am 8. September war wie bereits zwei Jahre zuvor das „Brat-Team“ von der Partnerfeuerwehr aus Weida dabei. Die Kameraden hatten einige Kilos Original Thüringer Bratwürste dabei, die für viele der rund 3.000 Besucher, die sich an dem Tag über das ehrenamtliche Engagement ihrer Mitbürger informierten, ein besonderes Highlight waren.

Beim Ausheben eines Erdlochs auf einem Grundstück an der Hermannstraße stieß ein Bagger am 27. Oktober auf eine Phosphorbombe, vermutlich aus dem Zweiten Weltkrieg. Während der Bergung durch den Kampfmittelräumdienst wurden zwei Gebäude evakuiert. Die Feuerwehr stand mit einem Löschfahrzeug bereit und führte Luftmessungen durch, da sich in dem Fundstück ein Riss befand. Es wurden keine gefährlichen Werte gemessen.

Am 15. November wurden die Einsatzkräfte der FFNI in einen Pferdestall im Schindkautenweg gerufen. Ein Pferd war in seinem Stall gestürzt und konnte aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Von den sieben Helfern, die mit einem Hilfeleistungs-Löschfahrzeug angerückt waren, wurde zunächst die Stalltür demontiert. Anschließend konnte das Pferd mit Hilfe von Schläuchen und einiger Muskelkraft ins Freie gezogen werden. Nach einer Ruhepause (für Pferd und Helfer) konnte das Tier mit leichten Blessuren an einem Huf, aber ansonsten augenscheinlich unverletzt, schließlich zum Aufstehen animiert werden.

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