Erfolg seit der ersten Vorführung

Filmring Gravenbruch feiert 30 Jahre Stadtteilkino

Das Filmring-Team beim diesjährigen Open-Air-Kino auf dem Gravenbrucher Dreiherrnsteinplatz (von links): Jo Reinhard, „Higi“ Hillgärtner, Agata Turzynska, Christopher Radtke, Moritz Reinhard und Julia Neufert. Foto: Alexander Jungmann/p

Gravenbruch (red) – Seit 30 Jahren verwandelt der Filmring Gravenbruch einmal im Monat das Evangelische Gemeindezentrum Gravenbruch in ein Stadtteil-Kino mit großer Leinwand.

Der Filmring wurde im September 1988 als Projekt der Jugendarbeit der Evangelischen Kirchengemeinde Gravenbruch aus der Taufe gehoben. Die erste Veranstaltung war gleich ein voller Erfolg: „Der letzte Kaiser“ von Bernardo Bertolucci stand damals auf dem Programm, und mit mehr als 90 Besuchern war der Saal des Gemeindezentrums restlos „ausverkauft“. Gemeindepädagoge Jo Reinhard und die damals 14 bis 16 Jahre alten Jugendlichen Christiane Müller, Miriam Dahmer und Felix Müller, die den Filmring gegründet hatten, waren von der Resonanz auf ihre Initiative begeistert. Solchen Andrang gab es noch öfter, zum Beispiel bei Filmen wie „Pretty Woman“ oder „Schindlers Liste“.

Das Filmring-Team beschränkte sich jedoch nicht auf das Abspielen erfolgreicher Hollywood-Streifen. Immer wieder werden anspruchsvolle deutsche und europäische Filme aufgeführt. Rund 14 Jahre lang blieb das Gründungsquartett an Bord und projizierte seine Filme mithilfe eines alten 16-Millimeter-Projektors der Marke Bauer auf die Leinwand. Dann war man am vorläufigen Ende angelangt: Neuere Filme waren im 16-Millimeter-Format im Jahr 2003 nicht mehr zu bekommen und für eine Erneuerung der technischen Ausstattung fehlte der Kirchengemeinde damals das Geld.

Ein Jahr später, im November 2004, kommt es zum Neustart. Nach einer Spendensammlung wird in digitale Kinotechnik investiert und mit dem Jugendzentrum Gavenbruch ein Kooperationspartner gewonnen. Es wird eine gemeinsame Arbeitsgruppe gegründet, der neben dem Jo Reinhard und „Hugo“ Dangeleit vom städtischen Jugendzentrum auch die Jugendlichen Jasmin Marschhäuser, Julia Neufert, Lennart Lenzing und Bernd Mühl (damals alle 17 Jahre alt) angehören. Sie nehmen sich vor, mit einem attraktiven Filmprogramm ein Stadtteilkino für Jung und Alt zu etablieren. Das Vorhaben gelingt, die Besucherzahlen steigen stetig.

Julia Neufert und Gemeindepädagoge Jo Reinhard sind beim Filmring noch immer mit von der Partie; in den vergangenen Jahren neu hinzu gekommen sind Agata Turzynska, Christopher Radtke und Moritz Reinhard, sowie Sema Kilic und Marcus Hillgärtner vom Gravenbrucher Jugendzentrum. Sie kümmern sich um die Filmauswahl, die Werbung und den organisatorischen Ablauf der Veranstaltungen. Im vergangenen Jahr konnten sie sich über einen Besucherrekord mit durchschnittlich 65 Zuschauern pro Veranstaltung freuen.

Viele der Besucher sind Stammgäste: So auch Heidi Drenkhahn, die in den vergangenen drei Jahren nur einen einzigen Filmabend versäumt hat. „Ich freue mich immer auf das Kino im Gemeindesaal, denn ich bin begeistert von der Filmauswahl und vom tollen Ambiente der Veranstaltung“, sagt sie.

Passend zum Jubiläum steht am Montag, 17. September, um 19 Uhr der Film „Das Leben ist ein Fest“ auf dem Spielplan: die neue Komödie von Olivier Nakache und Eric Toledano, den Regisseuren von „Ziemlich beste Freunde“.

Die Filmvorführung findet im Evangelischen Gemeindezentrum Gravenbruch, Dreiherrnsteinplatz 8 (in Neu-Isenburg) statt. Auch das beliebte Filmkiosk wird wieder geöffnet sein.

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