Das "Wort zur Woche" in der StadtPost Neu-Isenburg "Gemeinsam werden wir die Corona-Krise überwinden"

Das "Wort zur Woche" erscheint vorübergehend online.

Geistliche und Mitarbeiter der Neu-Isenburger Kirchengemeinden gestalten in der StadtPost wöchentlich den Beitrag "Wort zur Woche". Da die StadtPost zurzeit nicht erscheint, wird die Kolumne vorübergehend online weitergeführt, heute mit einem Text von Pater Biji Purakkeril, Kaplan der Katholischen Kirche St. Josef. Seine Botschaft: "Gemeinsam werden wir die Corona-Krise überwinden."

In dieser schwierigen Zeit scheint es angemessen, dass diejenigen, zu deren Aufgabe es gehört, Vertrauen und Hoffnung bei den Menschen zu stärken, dazu in besonderer Weise aufgefordert sind. Dazu gehören Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen, Politiker aber auch ganz besonders Priester. In diesem Sinne lade ich Sie dazu ein, mit mir darüber nachzudenken, wie wir mit der unsicheren Realität, die sich rasch auf der ganzen Welt verbreitet hat, geistig fertig werden können. Das Coronavirus ist nicht nur eine Krankheit des Körpers, sondern stellt auch eine existenzielle Krise dar, die Regierungen, Unternehmen und vor allem Gemeinschaften und Einzelpersonen in Bedrängnis gebracht hat.

Wir glauben und beten, dass wir das alles durchstehen können. Viele Menschen sind verängstigt - und das zu Recht. Wir leben wirklich in einer Ära der Angst; wir sind weitgehend unvorbereitet. Gemeinschaften auf der ganzen Welt sind von dem gefährlichen Potenzial des Virus überrascht worden. Täglich erreichen uns weitere Schreckensnachrichten über steigende Infektionen, überlastete Kliniken und erschreckende Zahlen an Todesfällen.

Aber die Hoffnung darf nicht verloren gehen. In diesem Augenblick wollen wir uns und unsere Familien schützen; das liegt in der menschlichen Natur. Aus einer Religiösen Perspektive, aus der Perspektive der sozialen Gerechtigkeit und aus der Perspektive der Verantwortung für den Mitmenschen kommt es jetzt auf gemeinsames Handeln an. Jeder Mensch in seiner gesamten Bandbreite von Körper und Geist ist gefordert.

Das Coronavirus ist eine enorme Herausforderung für die Menschheit, aber eine, die durch gemeinsames Handeln, tiefen Glauben und Vertrauen, Mitgefühl und den Wunsch, diese Krankheit einzudämmen, bewältigt werden kann, bevor noch mehr Leben unnötig verloren gehen. Wir Christen glauben, dass die Grundpfeiler unseres christlichen Lebens – Glaube, Hoffnung und Liebe – gerade jetzt Leuchttürme in einer dunklen Zeit sind.

Lass uns von diesem Bibelvers, Psalm 23, 1-4, begleiten und stärken.

Lasst uns beten:

Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen.

Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.

Meine Lebenskraft bringt er zurück. Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen.

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal, ich fürchte kein Unheil;

denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. Amen.

 

Pater Biji Purakkeril, Kaplan, Katholische Kirche St. Josef, Neu-Isenburg

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