Neubürger starten in die Berufswelt

Isenburger Erfolgsstorys

Osman Mohamud Jimale aus Somalia (von links), Biniam Gebrehiwet Tewelde aus Eritrea und Aimal Mohsini aus Afghanistan haben alle gute Aussichten auf dem Arbeitsmarkt. Foto: col

Neu-Isenburg (red) – „Zu Beginn der Flüchtlingswelle stand zunächst die Unterbringung und Versorgung der Menschen im Vordergrund.

Jetzt ist es unsere wichtigste Aufgabe, die Menschen, die zu uns gekommen sind, in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, fasst Bürgermeister Herbert Hunkel die aktuellen Schwerpunkte der Stadt zusammen, „unser Ziel ist es, aktiv die Bildungs- und Erwerbsbiographien der Neubürgerinnen und Neubürger zu fördern.“

Ein gutes Beispiel ist das Pilotprojekt zur Berufsorientierung der Neubürger für die Integration in den Arbeitsmarkt. Das Projekt hat die Stadt gemeinsam mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und

mit finanzieller Unterstützung der Bürgerstiftung Jugend und Beruf sowie des Lionsclub initiiert. Junge Menschen, die aus Afghanistan, Somalia und Eritrea nach Neu-Isenburg kamen, erhielten einen Überblick über verschiedenem Berufsfelder und Voraussetzungen für ihre Ausübung.

Sie lernten die persönlichen Kompetenzen und Potenziale einzuschätzen und bekamen Gelegenheit für ein Schnupperpraktikum. Schon vor Ende des Projektes gab es einen ersten kleinen Erfolg: Eine Teilnehmerin bekam ein konkretes Angebot für eine Ausbildung zur Verkäuferin.

Darüber hinaus gibt es schon seit Langem erfolgreiche Vermittlungen in den Arbeitsmarkt, wie zum Beispiel Osman Mohamud Jimale, 45 Jahre, der aus Somalia stammt und zur Zeit in der Gemeinschaftsunterkunft lebt. Seit September 2015 ist er als Vollzeitbeschäftigter beim DLB eingestellt. Er absolvierte vor seiner Einstellung ein dreiwöchiges Praktikum in den Bereichen Straßenreinigung und Abfallwirtschaft/Müllabfuhr.

Nebenher besucht er einen Deutschkurs. Biniam Gebrehiwet Tewelde, 25 Jahre, wurde nach seiner Flucht aus Eritrea zunächst im Erstaufnahmelager Gießen aufgenommen und vom Kreis Offenbach im Dezember 2013 in einem Hotel in Neu-Isenburg untergebracht.

Seit dem 1. Mai 2014 lebt Biniam mit zwei weiteren Landsleuten in einer Wohnung in Neu-Isenburg. Im Rahmen des Asylverfahrens erhielt er eine Aufenthaltsgestattung. Ende letzten Jahres ist das Asylverfahren abgeschlossen worden.

Er ist somit seit November 2015 anerkannter Flüchtling. Seit dem 2. Januar 2016 arbeitet er im Bereich Maler und Lackierer im Hotel Kempinski. Seine Beschäftigung gingen Praktika bei der Gewobau voraus.

Huruy Habtemariam Gayem, 26 Jahre, aus Eritrea, hat seit dem 1. April 2015 einen Arbeitsvertrag bei der Firma Café Ernst. Er ist seit Anfang 2015 anerkannter Flüchtling. Aimal Mohsini aus Afghanistan, 22 Jahre, hat im Jahr 2013 seinen Asylantrag gestellt und ist seit März 2016 in Neu-Isenburg. Am 1. Juni startet seine Berufsorientierung mit dem Ziel, eine

Ausbildung zu absolvieren.

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