70 Jahre Parteigeschichte in Papierform Neu-Isenburg: Christel Passinger stellt CDU-Chronik vor

Ab 21. Januar soll Christel Passingers liebevoll zusammengetragene Chronik in der CDU-Geschäftsstelle erhältlich sein. Foto: col

Neu-Isenburg (col) – Große Parteierfolge, schmerzhafte Wahlniederlagen, politische Stadtteilgeschichte und eine kesse Junge Union. In den letzten Tagen ihres Jubiläumsjahres zum 70. Geburtstag präsentiert die CDU Neu-Isenburg ihre Parteichronik. 

Parteimitglied Christel Passinger, die viele Jahre ehrenamtliche Mitarbeiterin im Stadtarchiv war, hat sich der Geschichte der CDU angenommen. „Jetzt ist unser Jubiläumsjahr fast um, am 24. Januar 1946 war die Gründungsveranstaltung – aber es ist noch nicht zu spät für eine Chronik“, sagte Stadtverbandsvorsitzender Stefan Schmitt bei der Präsentation des 150 Seiten starken Werks. Passinger hat schon einige Chroniken erarbeitet, bislang eher von Sportvereinen. „Ich habe die Herausforderung ein wenig unterschätzt“, gibt Passinger lächelnd zu. Sie habe doch etliche Stunden im Stadtarchiv zugebracht. „Das schwierigste war eigentlich, an die Fotos zu kommen. Zum Glück hatten wir doch noch ein paar Mitglieder, die uns mit alten Fotografien helfen konnten“.

Geschichte von Partei und Fraktion

Passinger beleuchtet die Geschichte der Partei und der Fraktion, auch die der beiden Ortsteile Gravenbruch und Zeppelinheim. Sie hat sich mit den Gruppierungen wie der Senioren oder der Jungen Union beschäftigt, erinnert an die großen Veranstaltungen und die wichtigen Persönlichkeiten der Partei. In der Chronik sind spannende Details nachzulesen, beispielsweise die Verhinderung der Hochhäuser an der Bansamühle. Ende der 70er-Jahre: Die goldenen Zeiten mit der Erdrutschwahl 1977, in der die CDU überraschenderweise die absolute Mehrheit im Rathaus gewann und auch die schwierigen Jahre nur eine Legislaturperiode später, als die Christdemokraten in die Opposition gingen und der rot-grünen Mehrheit den Vortritt lassen mussten.

Interviews und Portraits verdienter Mitglieder

Neben der reinen Parteigeschichte hat Christel Passinger auch Interviews geführt und dabei kommen der ehemalige Bürgermeister und heutige Landrat Oliver Quilling, Erster Stadtrat Stefan Schmitt und Walter Norrenbrock zu Wort. „Am spannendsten für mich persönlich waren die Portraits über die besonders verdienten Mitglieder. Einen von ihnen konnte ich selbst gar nicht leiden“, berichtet Passinger. Diese Person, die sie namentlich nicht nennen wollte, bekam posthum ihre Anerkennung: „Wahnsinn, wie viel einzelne Menschen mit ihrem Engagement für die Stadt bewegen konnten.“

Grußworte von Bundeskanzlerin und Ministerpräsident

Sogar Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Volker Bouffier sind mit Grußworten in der Chronik verewigt. Stadtrat Stefan Schmitt ist froh über das Stück Parteigeschichte in Papierform. „Es ist ein übergeordneter Blick, nicht unbedingt nur mit der Parteibrille zu sehen – es sind in dem Buch auch stadtgeschichtliche Dinge dokumentiert“, bedankte sich Schmitt bei seiner Parteikollegin. Ab 21. Januar ist das Buch in der Geschäftsstelle der CDU in der Bahnhofstraße samstags während des Wochenmarktes zu bekommen. Die Partei gibt das Buch zum Selbstkostenpreis heraus, der genaue Preis ist noch nicht bekannt.

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