„Bis zum letzten Atemzug“

Neu-Isenburger Watze feiern auf Piratenschiff

Torsten von Juterzenka dirigierte die Crazy Animations, die während der Watze-Sitzung in der Hugenottenhalle eine tolle musikalische Show ablieferten. Foto: lfp

Neu-Isenburg (lfp) – Die Bühnendekoration zeigte es unmissverständlich an, wohin die närrische Reise geht: durch die letzten, aber dafür recht stürmischen Tage dieser Narrensaison. Der Karnevalverein Die Watze hatte am Samstagabend die Isenburger Narren wie immer zur letzten großen Sitzung der Kampagne gerufen. Es war wie ein letzter Weckruf, und viele Narren kamen in teilweise recht aufwendiger Kostümierung.

Das Drumcorps Marsch Mellows aus Darmstadt sorgte dann auch gleich für den ersten unüberhörbaren Paukenschlag und weckte auch letzte noch nicht auf Touren gekommene Geister. Sitzungspräsident Jörg Fitzthum hieß Narren samt Neu-Isenburger Prinzenpaar willkommen und versprach einen tollen Narrenabend auf dem Piratenschiff. „Wir feiern die noch verbleibenden Tage bis zum letzten Atemzug“, forderten Prinz Dieter II. und Prinzessin Heike II. mit Blick auf den nahenden Aschermittwoch die Narren auf. Die närrischen Untertanen bestätigten mit lautem Jubel ihre Zustimmung und legten auch gleich mächtig los. Die Zwerge um Annemarie Henning eröffneten mit einem Wild-West-Tanz den Bühnenreigen und wurden mit großem Applaus bedacht.

Der aus Berlin angereiste Ex-Isenburger Rainer Paulus hat zwar die Weltpolitik vor der Haustür, doch er war auch über das Geschehen in der Hugenottenstadt bestens informiert. „Für diesen Schrott wollen die auch noch Maut“, zielte der Protokoller auf die Absichten von Verkehrsminister Dobrint ab. „In Iseborsch, des is der Renner, da regier’n die alten Männer.“ Der Bürgermeister sei schon 70 und der Kulturdezernent gar schon 80 Jahre. „Doch auch manche Alte’ könne’ mit Gebiss die Zähne zeigen“, befand Paulus unter Beifall. Viel Applaus gab es für den flotten Tanz der Bambini und das Musicalensemble LampenFieber unter Leitung von Torsten von Juterzenka zeigte Szenen wie aus dem echten Leben, spannte aber auch einen Bogen zu verschiedene Szenen der Men-in-Black-Filme.

Gebrechliche Damen zeigen flotte Übungen

Die ältere Dame Lutz Murmann aus Eppertshausen berichtete von ihren Erlebnissen während einer Weltreise. Besonders peinlich war ihr der Auftritt, als sie mit ihrer Freundin splitternackt und vermeintlich mutterseelenallein auf dem Sonnendeck lag, da alle beim Mittagessen waren – aber leider genau auf der gläsernen Dachfläche des Speisesaales.

Viel Beifall gab es für die jungen Firegirls in ihren roten Bodysuites und auch für die Tanzgarde, die eine flotte Polka bot. Solotänzerin Larissa Werner wurde nach ihrem Auftritt gar von den PartyRockers tanzend von der Bühne geleitet. Das Männerballett der Bremser aus Buchschlag begeisterte mit seinem Can Can die Narrenschar im Saal so sehr, dass sie gleich drei Zugaben forderten.

Ein besonderes Déjà-vu-Erlebnis boten wieder einmal Crazy Animation, ob Elke Arend als Marilyn Monroe mit dem Lied „Diamonds are the girls best friend“ oder Stella Becker als „Golden Girl“ aus dem bekannten James-Bond-Film. Eine perfekte Überraschung boten wieder einmal die Damen der Eulenspiegelgarde. Sie kamen buchstäblich am Stock als gebrechliche ältere Damen, wurden durch gymnastische Übungen plötzlich zu flotten Damen und legten eine Power-Gym-Performance hin, die alle von den Stühlen riss.

Die Cappuchinos stimmten die Narren dann mit ihren Liedern von der Iseborjer Fastnacht auf eine lange Partynacht und die wenigen verbleibenden närrischen Tage ein.

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