Neu-Isenburger Senat richtet ersten Kostümball aus/ Jedes Jahr ein neuer Sonderorden Die Neuauflage ist geglückt

Alle kamen sie verkleidet zum ersten Kostümball des Neu-Isenburger Senats, allen voran die AKVN-Vorsitzende Annette Knitter mit ihrem Mann Jörg (Mitte), umrahmt von Regine und Ingo Lutz Straßburger (rechts) und Christa und Alexander Bold. Foto: Postl

Neu-Isenburg (lfp) – Nicht sterben lassen wollten Harald Streb, Präsident des Ehrensenats der Neu-Isenburger Narren, und seine Mitstreiter eine Tradition der Isenburger Fastnacht. Als Ersatz für den Kostümball des Gesellschaftsclubs, der zuletzt wegen stetig sinkenden Zuspruchs gestrichen worden war, richtete der Neu-Isenburger Senat nun im katholischen Gemeindezentrum St. Josef seinen ersten Kostümball aus – und das mit einem Erfolg, der die Verantwortlichen sichtlich verblüffte.

Dass die Besucherzahlen der Gesellschaftsclub-Veranstaltung stetig zurückgegangen war, habe ihn sehr verwundert, sagte Präsident Streb. „Wir waren jedes Jahr dort und haben das nachlassende Interesse auch bemerkt, doch eine solche schöne Tradition wollten wir nicht einfach so versiegen lassen“, erklärte er. „Wir haben uns zusammengesetzt und dann entschieden, dass wir es noch einmal versuchen. Aber dass das so ausgeht, hätten wir auch nicht gedacht“, sagte Streb mit Blick auf die fröhlich tanzende Narrengesellschaft, die sich am Samstagabend eingefunden hatte.

Ohne im Vorfeld die Veranstaltung groß beworben zu haben, waren die verfügbaren Plätze innerhalb von zwei Tagen ausverkauft. „Wir haben sogar noch zwei weitere Tische dazu gestellt, und die waren auch gleich weg“, verwies Tim Seddig auf seine „Ausverkaufsaktion“ im Rahmen des Balls der Senatoren. „Wir haben keine rationale Erklärung dafür, wollen auch gar nicht lange nachforschen. Für uns ist klar: Das machen wir so weiter“, ergänzte Harald Streb.

Doch ganz im gleichen Trott soll der Kostümball nicht fortgeführt werden. Bereits bei der Premiere am Samstagabend stellten Harald Streb und Tim Seddig – beide waren in den vergangenen Jahren selbst Karnevalsprinzen – eine Besonderheit vor. Sie hatten sich einen „Sonderorden“ prägen lassen, der sie beide in ihrem Prinzenornat zeigt. „Und im nächsten Jahr kann jeder von euch da drauf sein, denn wir werden die besten Kostüme prämieren und die Gewinner sind dann das Motiv für den Sonderorden. So machen wir das jedes weitere Jahr“, erklärte Senatspräsident Streb den staunenden Narren. „Wenn ich das gewusst hätte, dann hätte ich mich richtig kostümiert!“, tönte es da gleich aus dem Hintergrund. 

Der närrisch-fröhliche Abend verlief nach bewährter Rezeptur: Mit stehenden Ovationen wurde das Isenburger Prinzenpaar Prinz Jörg III. und Prinzessin Martina I. begrüßt. Wie der Prinz wissen ließ, hat er lieber auf den Empfang bei Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden verzichtet und sich stattdessen fit für den Kostümball „kuriert“. „Beide Veranstaltungen hätte ich wohl nicht gepackt, da waren mir die Isenburger wichtiger“, sagte der noch etwas schwächelnde Prinz. Für willkommene Verschnaufpausen sorgten die Senatsdamen mit ihrem Weltraum-Showtanz, dann Marita Däring mit ihrem Tusnelda-Vortrag sowie Heike Milkau und Jasmin Völker mit einem unterhaltsamen Zwiegespräch in der Bütt. Die „Wiederbelebung“ des einst berühmten Isenburger Kostümballes war gelungen – so kann und so wird es weitergehen.

Als Sieger aus dem Kostümwettbewerb gingen Peter Pelk und Gabi Kröller aus Oberneisen, wo Pelk Bürgermeister ist, hervor. Ihr Kostüm im Fantasy-Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts erhielt den größten Applaus. Damit wird ein Abbild des Paares den Sonderorden des kommenden Jahres zieren. 

 

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