Feuerwehr übt Absturzsicherung im Rewe-Logistik-Lager Neue Herausforderung

Hoch hinaus ging es für die Neu-Isenburger Feuerwehrleute, im Rewe-Logistik-Lager kletterten sie bis in 24 Meter Höhe. Foto: p

Neu-Isenburg (red) – Eine Gruppe Neu-Isenburger Feuerwehrleute hat im Rahmen verschiedener Ausbildungen Einsatztaktiken zur Selbstsicherung vor Abstürzen aus großen Höhen geübt. Höhepunkt war ein Ausflug in das Rewe-Logistik-Lager im Gewerbepark Gehespitz. Hier konnte im Hochregal unter besonders realistischen Bedingungen die richtige Vorgehensweise geprobt werden.

Thema war unter anderem der so genannte „gesicherte Vorstieg“ an einem der Hochregale. Hier wurde an der Leiter eines automatischen Regalbediengeräts aufgestiegen und in einer Höhe von rund 24 Metern die Regalfächer begangen. Der vorgehende Feuerwehrkollege musste währenddessen seine eigene Sicherung weiter ausbauen und so genannte Zwischensicherungen setzen. Neben der Gewöhnung an das Arbeiten in großen Höhen mit entsprechender Eigensicherung galt es auch, sich mit dem freundlicherweise als Übungsobjekt zur Verfügung gestellten Hochregal im Rewe-Lager vertraut zu machen, falls die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Neu-Isenburg hier einmal beispielsweise bei der Rettung eines Menschen aus dem Regal Unterstützung leisten müsste.

Da das Thema Absturzsicherung aber immer relevant wird, wenn sich die Einsatzkräfte in Bereiche begeben, die eine Gefahr des Abstürzens mit sich bringen, wurde auch schon wenige Tage zuvor auf dem Hof des Feuerwehrhauses der richtige Umgang mit den notwendigen Geräten und Material wie Auffanggurten, Bandschlingen, Karabinerhaken oder Kernmantel-Dynamikseilen geübt.

Beispiele für Einsatzszenarien zum Thema Absturzsicherung umfassen nahezu das gesamte Spektrum der Feuerwehrarbeit, wie zum Beispiel die Sicherung bei Brandeinsätzen auf Dächern bei Kamin- oder Dachstuhlbränden, Hilfeleistungseinsätze nach Sturmschäden oder auch die Tierrettung.

Absturzsicherung ist dabei nicht gleichbedeutend mit Höhenrettung. Rettungen und Arbeiten, die in freier Höhe zum Beispiel frei hängend im Seil durchgeführt werden, müssen von Höhenrettungsspezialisten ausgeführt werden. Einen Höhenrettungsgruppe findet man bei vielen Berufsfeuerwehren.

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