Waldschwimmbad-Saison ist eröffnet Per Online-Ticket baden gehen

Kurz vor der Eröffnung hatte das Team Unterstützung von einem Saugroboter, der auf dem Grund des Beckens beim Saubermachen half. Foto: Postl

Neu-Isenburg – Ein bisschen Geduld brauchten die Isenburger Schwimmer, Sonnenanbeter und Frischluft-Fans. Während etwa in der Nachbarstadt Dreieich Wasserratten schon seit Tagen ihre Bahnen ziehen können, sind die Tore am Waldschwimmbad erst gestern geöffnet worden. Untätig war das Bad-Team aber mitnichten: Seit Ende der vergangenen Freibadsaison sind – wie berichtet – diverse Sanierungsmaßnahmen im Freibad in Angriff genommen worden, um es grundlegend zu modernisieren und zukunftsfähig zu machen.

Außerdem mussten die coronabedingten „Spielregeln“ ausgearbeitet werden. Und dann kam auch noch das Unwetter an Fronleichnam, das auch das Waldschwimmbad nicht verschonte. „Leider musste der Beginn der Freibadsaison noch einmal um zwei Tage verschoben werden, da das Gewitter einen Wassereinbruch in den frisch sanierten Technikkeller des Freibads zur Folge hatte“, berichtet Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke, die das Waldschwimmbad betreiben.

Eine Saison wie vor der Pandemie wird es auch 2021 nicht werden. „Die Regelungen für die Öffnung der Bäder in den Verordnungen des Landes Hessen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind in diesem Jahr strenger als im Vorjahr“, erläutern die Stadtwerke. „Deshalb kann der Eintritt zur Regulierung des Besucherandrangs nur über ein Ticketreservierungssystem erfolgen.“ Aus diesem Grund – und auch, weil es nicht sicher ist, ob das Freibad bis Mitte September geöffnet bleiben kann – werde man diesmal keine Saison- oder Jahreskarten anbieten.

Und, wichtig: Einfach hinfahren und sich an der Kasse anstellen, können sich Wasserfreunde diesmal sparen. Um Warteschlangen an der Kasse und nicht genutzte Reservierungen zu vermeiden, muss das Ticket in diesem Jahr online gezahlt werden.

Aktuell können Karten über das Ticketreservierungssystem auf der Homepage reserviert werden. Pro Tag werden drei Zeitfenster angeboten, innerhalb derer 600 Einzeltickets online zur Verfügung stehen. Buchbar sind die Tickets jeweils drei Tage im Voraus.

Bei der Buchung kann zwischen drei Schwimmzeiten gewählt werden: 7 bis 11, 11.30 bis 15.30 und 16 bis 20 Uhr. Da das Freibad zwischen den einzelnen Zeitfenstern gereinigt und desinfiziert wird, ist der Badeschluss 15 Minuten vor Ende des jeweiligen Zeitfensters angesetzt.

Das Bad kann bis 30 Minuten vor Ende des jeweiligen Zeitfensters mit dem gebuchten Ticket besucht werden. Aber gerade Ältere tun sich mit dem Internet manchmal schwer. Deshalb gibt es eine weitere Möglichkeit, an Karten zu kommen: Nur im Kundenzentrum der Stadtwerke in der Schleussnerstraße 62 wird es ein Kontingent von je 50 Einzelkarten pro Zeitfenster geben, die jeden Donnerstag von 8 bis 18 Uhr reserviert und abgeholt werden können.

In die Freude mischt sich ein Wermutstropfen: Pro Erwachsenen-Besucher werden 50 Cent mehr fällig. Die Preise bei den Erwachsenen- und Ermäßigtentarifen sind um je 50 Cent auf 4,50 beziehungsweise 3,50 Euro erhöht worden. Kinder zahlen nur einen Euro, die Familienkarte ist für zehn Euro zu haben. Denn für die diesjährige Corona-Freibadsaison haben die Stadtwerke den Eintrittspreis für Familien und Kinder reduziert, „um allen Neu-Isenburger Kindern eine preisgünstige Möglichkeit zu bieten, sich nach Home-Schooling ohne Sportangebot endlich wieder richtig austoben zu können“, wie die Stadtwerke schreiben.

Die Zahlung des Eintrittspreises erfolgt nach abgeschlossener Buchung direkt online über den Bezahlanbieter PayPal. Nach Abschluss der Bezahlung erhalten Gäste auf die angegebene Mailadresse einen personalisierten QR-Code. Dieser muss entweder ausgedruckt oder auf dem Smartphone/Tablet gespeichert und an der Bäderkasse vorgezeigt werden.

Bereits gebuchte und bezahlte Tickets können nicht storniert oder erstattet werden. „Daher sollte ein Freibadticket nur dann gebucht werden, wenn sicher ist, dass man das Freibad tatsächlich besuchen kann“, führen die Stadtwerke aus. „Im letzten Jahr hatten wir ein anderes Ticketbuchungssystem im Einsatz, bei dem keine Online-Bezahlung notwendig war. Dies führte leider dazu, dass am Ende zahlreiche Gäste Freibadtickets für mehrere Tage im Voraus reserviert haben und sie verfallen ließen“, erklärt Reineke. „Diese reservierten Plätze waren somit für andere, die gerne das Bad besucht hätten, nicht mehr verfügbar.“ Das wolle man in dieser Saison unbedingt vermeiden.

Der Nachweis eines negativen Corona-Tests ist nicht erforderlich. Wegen der Abstandsregelungen bleibt jedoch das Sprungbecken vorerst geschlossen. Weitere Informationen gibt es unter waldschwimmbad-neu-isenburg.de  
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