Maria und Wilfried Ache entpflichtet/ Umzug nach Essen Pastoren-Paar verlässt die Christusgemeinde

Zum Abschied erklang ein „Hallelujah“ von Dael (links) und Tanja Alonso (rechts) für das scheidende Pastoren-Ehepaar Wilfried und Maria Ache. Foto: Postl

Neu-Isenburg (lfp) – Mit einer bewegenden Feier verabschiedete die Christusgemeinde Neu-Isenburg ihr Pastoren-Ehepaar Maria und Wilfried Ache. „Uns wäre es freilich am liebsten gewesen, diese Feier nicht feiern zu müssen, aber so ganz ohne großes Dankeschön wollen und können wir die beiden nicht ziehen lassen“, sagte Kirchenvorsteherin Anke Weidner.

Im Rahmen eines Gottesdienstes wurden Maria und Wilfried Ache von Pastor Hartmut Priebe (aus Weltersbach) offiziell „entpflichtet“ – also von ihren seelsorgerischen und gemeindlichen Pflichten entbunden. „Damit soll euer Engagement für unsere freikirchliche Gemeinschaft nicht enden, sondern jetzt kann nach der Pflicht die Kür des Lebens folgen“, sagte Pastor Priebe.

Die Neu-Isenburger Gemeinde der Evangelischen Freikirche hätte es nur zu gerne gesehen, wenn Maria und Wilfried Ache diese Zeit der Kür in der Hugenottenstadt verbracht hätten. „Es hat uns hier wunderbar gefallen, aber anscheinend hat Gott für uns einen anderen Weg bestimmt. Diesem werden wir nun folgen“, sagte Wilfried Ache. Christian, der Sohn des Pastoren-Ehepaares, hat eine Gemeinde in Essen übernommen, dort wollen sich Maria und Wilfried Ache nun niederlassen und vor allem als Oma und Opa ihre „Best-Ager-Zeit“ genießen. „Wir werden uns nicht aufdrängen, aber wenn man uns fragt, ob wir helfen wollen, dann sind wir dazu gerne bereit“, beschrieb Maria Ache ihre künftige Lebensweise. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Essen Schonnebeck, in der Christian Ache-Jahning als Pastor wirkt, hat alles schon bestens vorbereitet. „Wir haben dort schon eine Wohnung, in die wir nun auch schnellstens einziehen werden“, sagte Maria Ache.

Das Pastoren-Ehepaar verlässt die Hugenottenstadt mit einem weinenden Auge. „Wir sind hier vor zwölf Jahren nicht wie Fremdlinge, sondern ganz offen aufgenommen worden und wir hoffen, dass wir diese Offenheit auch der Gemeinde wieder zurückgegeben haben“, sagte Wilfried Ache. Dies können die Gemeindemitglieder nur bestätigen. „Die beiden hatten die besondere Gabe, dass sie es verstanden haben, alle mit ihrer Offenheit mitzunehmen, sodass keinen Cliquenbildung entstanden ist“, berichtete Paul Weidner, der seit 1973 Mitglied der Christusgemeinde ist. Die 19-jährige Eleonore Pühl kommt seit vielen Jahren aus Langen nach Neu-Isenburg, weil sie die „unfassbare Herzlichkeit“ von Maria und Wilfried Ache schätzte. „Die beiden haben die Menschen als Ganzes wahrgenommen und das komplexe Wort Gottes verständlich vermittelt“, so Pühl.

Die Offenheit und Unkompliziertheit ihres Wirkens während der zwölf Jahre in Neu-Isenburg kam auch immer wieder in den Abschiedsreden zutage. So gab es ein großes Lob von Bürgermeister Herbert Hunkel, der Maria Ache als welt- und lebensoffene Religionslehreri in den Grundschulen und Wilfried Ache meist bei traurigen Anlässen begegnete. „Diese lebensfrohen Menschen haben uns gezeigt, wie man das Leben miteinander im Sinne Gottes leben kann“, so Hunkel. Die Frauengruppe dankte insbesondere Maria Ache für ihre Zuwendung, Fürsorge, Offenheit und gute Ratschläge. Die Seniorengruppe überreichte ein Designer-Unikat, eine lange Unterhose, und zeigte zugleich, wie vielfältig man diese verwenden kann – etwa als Kopftuch, Schal oder Bolero-Jäckchen.

Die Gemeindeleiterin Anke Weidner dankte Maria und Wilfried Ache noch einmal für ihr außergewöhnliches Engagement in der Christusgemeinde Neu-Isenburg. Sie hatte aber auch schon eine „frohe Botschaft“, denn ab dem 1. August gibt es bereits eine Nachfolge. „Wir waren selbst überrascht, dass es so schnell geht, doch die Mundpropaganda ist wohl die beste“, erklärte Weidner den Weg zu Pastor Matthias Roth, der mit seiner Frau Rahel und dem 17-jährigen Sohn Benjamin nach Neu-Isenburg kommen wird.

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