GHK präsentierte das erste Geschichtsbuch über Neu-Isenburg „Ein Prachtwerk mit 300 Seiten“

Das Produktionsteam des Neu-Isenburger Geschichtsbuches um Dr. Heidi Fogel (Mitte), links daneben Andreas Thiele, rechts GHK-Vorsitzender Herbert Hunkel und links Prinz Alexander von Isenburg mit dem neuen Werk. Foto: lfp

Neu-Isenburg (lfp) – Nach einer Anregung von Jutta Duchmann, der Leiterin der Stadtbibliothek Neu-Isenburg, an den Verein für Heimatpflege und Kultur (GHK), doch mal ein Buch über die recht interessante Geschichte der Hugenottenstadt herauszugeben, wurde nun das besondere Werk vorgestellt. Mit der inhaltlichen Aufarbeitung wurde die seit 41 Jahren in Neu-Isenburg lebende Historikerin Dr. Heidi Fogel beauftragt, den Umschlag gestaltete der Kulturpreisträger der Hugenottenstadt Uwe Gillig und den Druck übernahm der bewährte GHK-Partner mt druck.

„Herausgekommen ist ein Prachtwerk mit 300 Seiten, jedoch nicht mit einer Aneinanderreihung von Zahlen und Fakten, sondern ein Buch mit vielen interessanten Geschichten, die überaus lesenswert sind“, beschreibt der GHK-Vorsitzende Herbert Hunkel grob den Inhalt.

Während einer besonderen Veranstaltung im Foyer der Hugenottenhalle mit vielen Ehrengästen, darunter auch Alexander Prinz von Isenburg aus dem Schloss Birstein, wurde das erste Neu-Isenburger Geschichtsbuch der Öffentlichkeit vorgestellt. Vorausgegangen waren freilich viele Entscheidungsfindungen in Sitzungen verschiedener Gremien über die Machbarkeit, aber auch drei Jahre Recherche durch die mit der Aufarbeitung der Geschichte beauftragte Heidi Fogel. „Es haben wieder mal alle an einem Strang gezogen und es war eine wunderbare Zusammenarbeit, von der Autorin über viele Helfer bis hin zu den Sponsoren und vor allem dem Druck- und Medienhaus Thiele“, lobte Hunkel alle an der Realisierung des Geschichtsbuches Beteiligten.

Aufgrund des großen Interesses im Vorfeld wurde die Vorstellung von der Stadtbibliothek in das Foyer der Hugenottenhalle verlegt. Die verantwortliche Autorin Heidi Fogel, gab noch einmal einen Einblick in die aufwendige Arbeit der Erstellung eines solchen Werkes. „Drei Jahre habe ich für 300 Jahre Stadtgeschichte gebraucht, wie froh bin ich doch, ein Geschichtsbuch über eine noch so junge Stadt habe verfassen zu dürfen“, verwies Fogel schmunzelnd auf die Nachbargemeinden Sprendlingen oder Langen mit einer Geschichte von 1100 Jahren. Für Neu-Isenburg gab es zwar schon einige „Aufarbeitungen“, auf die Fogel zurückgreifen konnte, aber der Erste Weltkrieg, die Weimarer Republik oder auch das späte 20. Jahrhundert waren bisher unbearbeitet geblieben, wie Fogel bestätigte.

Die Darstellung der Neu-Isenburger Geschichte ist zwar chronologisch angelegt, angereichert mit vielen Fotos und farblich abgesetzten Infokästen, doch die einzelnen Kapitel können dennoch nach Belieben gelesen werden. „Das Buch ist zwar das Ergebnis wissenschaftlicher Forschungsarbeit, soll aber kein wissenschaftliches Fachbuch für einen kleinen Kreis, sondern für jedermann verständlich und auch unterhaltsam sein“, hob Heidi Fogel hervor. Biografien herausragender Neu-Isenburger wie Thomas Reiter oder Franz Völker sind besonders hervorgehoben.

Viel Hilfe erfuhr Fogel durch ihren Mann Ulrich, der immer wieder mal losradeln musste, um ein passendes Foto zu machen, sowie durch das Team des Stadtarchivs um Claudia Lack. „Hätte ich mit diesem Projekt alleine dagestanden, wäre es möglicherweise gescheitert oder hätte sich zumindest noch weiter in die Länge gezogen“, dankte Fogel allen, von denen sie Unterstützung erfuhr.

In seinem Grußwort verwieß Alexander Prinz von Isenburg auf die überaus großzügige Geste seines Vorfahren Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach, der den Glaubensfüchtlingen aus Frankreich Land zum Siedeln gab. „Ich verneige mich vor seiner Courage und Großzügigkeit. Wie viel Mut hat dazu gehört, einem armen französischen Kapitän Gehör und dann auch noch das Land zu schenken“, betonte der Prinz. Er zog den Hut aber auch vor der Leistung von Dr. Heidi Fogel, die ein überaus lesenswertes Geschichtsbuch verfasst habe. „Eine Mitarbeiterin aus unserer Rentkammer hat sogar schon ihre Mutter darin entdeckt“, berichtete der Prinz von einer besonderen Geschichte.

Neu-Isenburgs Bürgermeister und GHK-Vorsitzender Herbert Hunkel setzte mit dem Lob „mit diesem Geschichtsbuch hat sich Frau Dr. Heidi Fogel nun zu einer echten Isenburgerin gemacht, die unsere Geschichte wohl besser kennt als jeder andere“ schließlich den Schlusspunkt. Im Anschluss ließen sich viele Insenburger ihr Exemplar sowohl von Prinz Alexander und Heidi Fogel mit einer persönlichen Widmung versehen.

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