Diskussion mit SPD-Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel über die Digitalisierung von Schulen Rückstände im Bildungssystem müssen aufgearbeitet werden

Diskussion mit SPD-Landesvorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel über die Digitalisierung von Schulen. Foto: p

Neu-Isenburg (red) – Zum Abschluss seiner Sommertour durch den Kreis Offenbach besuchte der Fraktions- und Landesvorsitzende der hessischen Sozialdemokraten Thorsten Schäfer-Gümbel die Stadt Neu-Isenburg. Vor Ort führte er gemeinsam mit dem Lehrer und Bildungsexperten Dejan Mihajlovic und der Landtagskandidatin Andrea Gerlach ein bildungspolitisches Fachgespräch. Das Besondere an dieser Veranstaltung war jedoch, dass auch die Gäste und Zuschauer aktiv an der Diskussion teilnehmen konnten. Die thematische Grundlage für die Veranstaltung „Ein Whiteboard allein macht noch keinen digitalen Frühling!“, bildete das Thema „Bildung“ respektive „digitale Bildung“.Aus diesem Ansatz heraus entstand eine sehr lebhafte und interessante Diskussion zwischen den Experten und den an der Diskussion teilnehmenden Gästen. Eine der großen Herausforderungen, die in Hessen vorangetrieben werden müsse, sei die Digitalisierung der schulischen Bildung. Dies fange bei der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte an und gehe bis zu einer verantwortungsvollen Didaktik im Umgang mit neuen Medien. Die Landtagskandidatin Andrea Gerlach verweist zu Beginn auf die PPP-Maßnahmen (Public Private Partnership) des Kreises, durch welche fast alle Schulen im Kreis Offenbach modernisiert und saniert wurden. Von der baulichen Infrastruktur stehen sie somit vorbildlich da. Aber ob dies alleine reicht sei fraglich. Denn „es fehle an der soziokulturellen Bereitschaft sich auf neues einzulassen“, so Andrea Gerlach.

Damit brachte sie bereits sehr früh ein grundlegendes Problem zur Sprache, welches die Teilnehmer über den gesamten Zeitraum der Veranstaltung begleitetet. Nämlich die grundsätzliche Bereitschaft zur gesellschaftlichen Veränderung, beziehungsweise der grundlegende Wandel in einer Gesellschaft. So unterstützte Dejan Mihajlovic diese Ansicht indem er herausstellte, dass es nicht um Whiteboards, sondern um gesellschaftliche Veränderung gehe. Im weiteren Verlauf des „Fishbowl-Gesprächs“ wurde schnell deutlich, dass es im hessischen Bildungssystem vielfältige Rückstände aufzuarbeiten gilt, bis eine Digitalisierung des Unterrichts ermöglicht werden kann.

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