Startschuss zum Stadtradeln: Die Strampelei tut nicht nur der Umwelt gut Schneller, gesünder und leistungsfähiger

Beim Start des Stadtradeln war auch das E-Lastenfahrrad mit dabei, das der ADFC in Kooperation mit Fahrrad Holzmann angeschafft hatte – Michelle Küchemann ließ sich von Dr. Markus Bucher „transportieren“. In der Mitte Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner, die Schirmherrin des Stadtradelns. Kristine Hebenstreit (Nahmobilität) macht ein Erinnerungsfoto. Foto: lfp

Neu-Isenburg (lfp) – Die Hugenottenstadt beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder an der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ und möchte den Erfolg mit rund 500 Stadtradlern freilich toppen. Vom 5. bis 25. Mai zählt jeder mit dem Fahrrad gefahrene Kilometer für die Aktion „Stadtradeln“ – vorausgesetzt man hat sich registriert. Los ging es am Sonntagvormittag mit einer Informationsveranstaltung vor dem Rathaus Neu-Isenburg. Dort bot der ADFC eine Fahrradcodierung an, um bei einem Diebstahl das sichergestellte Fahrrad wieder seinem rechtmäßigen Eigentümer übergeben zu können. „So rund 20 Räder dürfte ich heute wieder codiert haben“, bilanzierte Holger Derigs vom ADFC seinen Sonderservice.

Mit dabei waren aber auch wieder der DVR (Deutscher Verkehrssicherheitsrat) um Christian Andersch sowie das Radteam Neu-Isenburg mit einem entsprechenden Infostand. Erstmals in der Hugenottenstadt präsentierte sich die Aktion „Nahmobilität“ Mobiles Hessen 2030, eine Initiative des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen. Vor einer entsprechenden Fotowand – deren Stabilität jedoch zu wünschen übrig ließ – konnten sich Besucher mit Hut, Brille oder Feder schmücken und erhielten dann von Kristine Habenstreit ein Polaroid-Foto als Erinnerung.

Noch mehr Aufsehen erregte jedoch „LARA“, ein Lastenfahrrad, das auf Initiative des ADFC von Fahrrad Holzmann angeschafft wurde und dort auch ausgeliehen werden kann. Damit man nicht zu sehr strampeln muss, zumal wenn es beladen ist, wird es von einem Elektromotor unterstützt. „Die ersten paar Meter waren grässlich, ich dachte, das beherrsche ich niemals, doch dann ging es plötzlich und jetzt macht es mir sogar Spaß“, berichtete Michelle Küchemann nach einer Runde um das Rathaus.

Die offizielle Eröffnung der Aktion Stadtradeln fand dann durch die Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner statt. Die Schirmherrin verwies nicht nur auf die idealen Bedingungen für Radler von Zeppelinheim über die Kernstadt bis nach Gravenbruch, sondern verwies auch auf den gesundheitlichen Aspekt. „Gerade auf kurzen Strecken ist das Fahrrad den übrigen Fortbewegungsmitteln meist überlegen. Denn ohne Staus und Parkplatzsuche ist man einfach schneller unterwegs“, wusste sie aus eigener Erfahrung. Rad fahrende Arbeitnehmer sind laut einer Studie nachweislich weniger krank als Auto fahrende Kollegen, arbeiten merklich effizienter und sind pünktlicher.

Besonders wichtig war Christine Wagner jedoch der Umweltaspekt. „Die für uns alle immer spürbarer werdenden Auswirkungen des Klimawandels erfordern nachhaltige Maßnahmen, nicht nur durch die Politik, sondern auch durch das Umdenken und Handeln jedes Einzelnen von uns“, betonte die Schirmherrin. Der unverändert hohe Ausstoß klimaschädlicher Abgase müsse schnellstmöglich eingedämmt werden, so Wagner. Mit der Botschaft „Wir haben die Erde nicht von unseren Eltern geerbt, sondern nur von unseren Kindern geborgt“ eröffnete sie die Aktion Stadtradeln 2019 in Neu-Isenburg.

Die erste Tour, eine geführte Runde, der sich auch Bürgermeister Herbert Hunkel anschloss, führte ADFC-Lotse Franz Drews vom Isenburger Rathaus über den Gehspitzweiher rund um die Baierhansenwiesen in Dreieich. Mit integriert in das Stadtradeln ist erstmals auch das Volksradfahren am 19. Mai – ab der Rollschuhbahn im Sportpark. Die Abschlusstour mit einem Abschlussfest findet dann am 25. Mai – wieder am Rathaus – statt.

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