30 Prozent sind das Ziel SPD will künftig im Neu-Isenburger Stadtparlament mitgestalten

Die Spitzenkandidaten der Neu-Isenburger SPD für die Kommunalwahl am 6. März (von links): Sebastian Stern, Irene Linke, Christian Beck und der SPD-Vorsitzende Markus Munari. Foto: lfp

Neu-Isenburg (lfp) – Das umfangreiche Wahlprogramm der Neu-Isenburger Sozialdemokraten für die Kommunalwahl am 6. März steht. Die Spitzenkandidaten Christian Beck für (Stadtverordnetenversammlung), Irene Lincke (Ortsbeirat Gravenbruch) und Sebastian Stern (Ortsbeirat Zeppelinheim) sowie Ortsvereinsvorsitzender Markus Munari stellten die Schwerpunkte künftiger sozialdemokratischer Politik in Neu-Isenburg vor. „Wir haben diesmal 40 Kandidaten auf der Liste, bei der letzten Wahl waren es nur 30, das sollte uns Mut machen“, sagt Munari.

Für den SPD-Ortsverein-Vorsitzenden geht es vor allem darum, dass sich jeder, der auf der SPD-Wahlkandidatenliste steht, voll einbringt. „Nur warten, bis jemand auf einen zukommt, das ist zu wenig, wir wollen engagiert die Leute ansprechen und von unserer Politik überzeugen“, betont Munari. In einem Schnelldurchlauf zeigt er noch einmal die unterschiedlichen Positionen der sozialdemokratischen Politik für die (bessere) Zukunft der Hugenottenstadt auf. „Wir wollen erreichen, dass wir als Stadt wieder selbst gestalten und nicht nur Grundstücke und Gebäude verkaufen, damit diese von anderen entwickelt und umgestaltet werden“, umreißt der Isenburger SPD-Chef die Grundsätze.

So soll zumindest das historische Gebäude der ehemaligen Branntweinmonopolverwaltung in der Schleußnerstraße erworben und als Galerie-Haus oder Gründer-Campus entwickelt werden. „Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum, insbesondere für Familien mit mehr Kindern“, nennt Markus Munari einen weiteren Schwerpunkt. Nicht nachvollziehbar ist für SPD-Fraktionschef Christian Beck, warum sich Neu-Isenburg der Mietpreisbindung verwehrt hat. „In Hessen haben 33 Kommunen die Rahmenbedingung erfüllt, darunter auch Neu-Isenburg“, verweist er auf eine Anfrage an den Magistrat, dessen Beantwortung noch aussteht.

„Bisher wurde durch gezielten Umbau der Individualverkehr gefördert, dies wollen wir ändern“, so Munari. In einer Verlängerung der Straßenbahnlinie 17 durch die Frankfurter Straße sieht die SPD eine Chance für die Belebung des Einzelhandels. Die Schweizer Straße in Sachsenhausen sei ein Beispiel dafür.

Gewerbe ohne Schwerverkehr

Irene Linke, Mitglied des Ortsbeirates Gravenbruch, zeigte dann ihre Schwerpunkte für den östlichen Stadtteil auf. „Wir haben in dieser Legislaturperiode mehr als zehn Anträge eingebracht, das zeigt, dass es noch viel zu tun gibt“, so Linke. Sie verweist auf den anstehenden achtspurigen Ausbau der Autobahn A3, das Anrufsammeltaxi, eine Änderung beim Stadtteilfest um eine „Wiederbelebung“ zu erreichen, sowie die Tempo 70-Beschränkung auf der L 3117 im Bereich der Gravenbrucher Wohnbebauung. „Nach der bevorstehenden Eröffnung des Bildungszentrum setzen wir auf vermehrte Bildungsangebote“, betont Irene Linke. Besser werden muss nach ihrer Ansicht die Busverbindung nach Offenbach, insbesondere zum Krankenhaus, dazu kommt die Erneuerung der Forsthaus-Galerie mit dem ehemaligen Tengelmann-Markt.

Sebastian Stern, Ortsvorsteher von Zeppelinheim, möchte sein Amt auch nach der Wahl wieder fortführen. „Wir haben sieben Personen auf unserer Liste, das ist genau so viel wie die CDU“, verkündete er stolz. Stern hebt hervor, dass in der kommenden Legislaturperiode das Terminal 3 gebaut werde und somit auch ein bestimmendes Thema für die Zeppelinheimer sei. „Alle Straßen um uns herum werden davon betroffen sein“, betont der Ortsvorsteher. Angehen will er weiterhin das Thema Nahversorgung und auch eine verträgliche Nachverdichtung der Wohnbebauung, denn es können keine weiteren Flächen für Wohnbebauung ausgewiesen werden. Für Gewerbeansiedlung steht jedoch noch eine größere Fläche zur Verfügung, hier plädiert Stern für ein Gewerbe ohne Schwerverkehr.

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