Erster Posaunenton sorgte für Schrecken Tag der offenen Tür der Musikschule Neu-Isenburg

Die Streicherklasse um Juliane Wurth spielte ein kleines Konzert für die Gäste. Foto: Postl

Neu-Isenburg (lfp) – Eigentlich wollte es Romy gar nicht versuchen. Doch als ihre Freundin dem Euphonium einen ersten Ton entlockte, fasste sie ebenfalls Mut. Musiklehrer Johannes Busch zeigte der Schülerin, wie sie die Lippen bewegen muss, damit ein Ton erzeugt wird. „Du musst so tun, als würdest du brummeln wollen, deine Lippen müssen etwas vibrieren“, erklärte Busch. Dann gab er ihr die Posaune in die Hand und setzte ein Mundstück drauf.

Romy blies die Backen auf – und dann erschraken alle. Auch Romy selbst. Nach mehreren Posaunenstößen hatte sie es raus und wollte das Instrument nicht mehr aus der Hand geben. „Da werden sich aber deine Nachbarn freuen“, sagte Ilona Kosowska. Ihre Tochter Sara versuchte sich am Euophonium und überraschte ebenfalls alle im Raum. „Ich bin begeistert, da haben sich ja zwei Talente gefunden“, sagte Johannes Busch, der an der Musikschule Neu-Isenburg entsprechenden Unterricht für Blechblasinstrumente erteilt.

Am Samstag schien das ganze Gebäude der alten Goetheschule zu vibrieren und zu schwingen. Die Musikschule Neu-Isenburg hatte zum Tag der offenen Tür eingeladen. „Wir wollen allen, die sich vorstellen können, ein Instrument zu spielen, die Möglichkeit geben, sich einfach mal auszuprobieren“, erklärte Thomas Peter-Horas.

Immer mehr Kinder wollen Saxophon spielen

Der Leiter der Musikschule Neu-Isenburg weiß aus Erfahrung, dass nicht immer das Lieblingsinstrument vieler Eltern auch das Wunschinstrument der Kinder ist. „Klavier und Geige stehen da ganz oben auf der Wunschliste, aber es gibt vermehrt Kinder, die lieber Saxophon spielen wollen. Und für unser Orchester brauchen wir ja auch junge Musiker, die Cello oder Fagott spielen können“, so Thomas Peter-Horas.

Wie ein konzertantes Miteinander sich nach nur einem halben Jahr Unterricht anhören kann, zeigte die Streicherklasse der Goetheschule unter der Leitung von Juliane Wurth.

„Und jetzt könnt ihr hören, wie es sich anhört, wenn junge Musikschüler schon etwas länger zusammen spielen“, kündigte Thomas Peter-Horas das Streicheensemble der Goetheschule an, das von Rüdiger Orthmann geleitet wird. Zuvor hatte die Bläserklasse unter Ulrike Fröhling schon die lauschenden Besucher erstaunt und interessierten Gästen auf den Geschmack gebracht, ebenfalls ein Instrument zu erlernen. Viel Beifall gab es auch für das Kinderorchester unter Nicole Basadre und das Bläserensemble, das von Timo Schmidt geleitet wird.

„Die Zusammenarbeit von den Grundschulen über die weiterführenden Schulen, hier insbesondere der Goetheschule, hat sich bestens bewährt – wir entdecken immer wieder neue tolle Talente“, sagte Thomas Peter-Horas.

Gerade die Musikschule trägt mit dem Angebot des gezielten Einzelunterrichts zum großen Erfolg bei. Ein besonderer Baustein sind auch die Förderstipendien durch die Bürgerstiftung „Jugend und Beruf“ Neu-Isenburg.

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