Ayse Tschischka folgt auf Gerhard H. Gräber

Wechsel bei den Neu-Isenburger Sportcoaches

Sportdezernent Theo Wershoven (ganz links) und Bürgermeister Herbert Hunkel (rechts) rahmen den ehemaligen Sportcoach Gerhard Gräber und seine Nachfolgerin Ayse Tschischka ein. Zum Dank für sein Engagement gab es für Gräber eine personalisierte Marzipantorte. Foto: col

Neu-Isenburg (red) – Im Rahmen des Projektes „Sport und Flüchtlinge“ des hessischen Innenministeriums werden auch in Neu-Isenburg zwei Sportcoach-Stellen gefördert. 

Seit Anfang des Jahres vermitteln Benjamin Friedrich und Gerhard H. Gräber Sport- und Bewegungsangebote der Vereine an Neubürger. Ziel des Projektes ist, dauerhafte und regelmäßige Strukturen zu schaffen, um Flüchtlinge mit den Vereinen zu vernetzen, das Sportangebot zu koordinieren und damit zu einer gelingenden Integration beizutragen. Aus gesundheitlichen Gründen musste Gerhard H. Gräber Ende September nun sein Amt niederlegen. Sportdezernent Theodor Wershoven bedankte sich im Rahmen der Magistratspressekonferenz bei ihm für sein Engagement und freut sich, mit Ayse Tschischka gleich eine Nachfolgerin präsentieren zu können.

24 Flüchtlinge im Verein untergebracht

In nur einem Jahr hat Gräber über 80 Interessenten betreut und 24 Flüchtlinge an Vereine erfolgreich vermittelt, die meisten an den Schwimmclub, an den Isenburger Tennisclub und die Karateabteilung der TSG. Weiterhin brachte er Sportinteressierte unter anderem beim Kraftsportverein, in der TSG-Gymnastikabteilung, beim Turnverein, im Athletik-Sport-Club, bei der Spielvereinigung und der Schützengesellschaft unter. „Die Hilfsbereitschaft der Isenburger Vereine ist groß“, resümiert Gerhard H. Gräber, „auch die Zusammenarbeit mit meinem Kollegen Benjamin sowie Heidrun Schäffer-Rettig, Thomas Leber und Monika Semsroth kann ich nur loben. Ich denke, das Programm bietet einen sehr guten Ansatz, um die Neubürger unkompliziert einzubinden und den zwischenmenschlichen Kontakt herzustellen.“

Ayse Tschischka folgt auf Gerhard H. Gräber

Ayse Tschischka hat nun Gräbers Nachfolge als Sportcoach angetreten. Sie ist in Neu-Isenburg bestens vernetzt und verfügt selbst über einen Migrationshintergrund: „Ich kam 1970 aus Istanbul nach Frankfurt und habe selbst erfahren, wie durch das Vereinsleben eine Integration möglich ist. Ich begann in den 70er Jahren mit Eiskunstlaufen und habe Volleyball gespielt. Ich war Mitgründerin der Ersten Rugby-Damen-Mannschaft in Hessen, dies war mit eine der aufregendsten Zeiten gewesen“, sagt Tschischka.

Enger Kontakt zu den Neubürgern

Seit 1993 lebt sie mit ihrer Familie in Neu-Isenburg. Sie hat sich sofort als Sportcoach beworben, weil es für sie eine Herzensangelegenheit ist: „Ich möchte, dass sich unsere Neubürger hier wohlfühlen. Sie sollen Neu-Isenburg als ihre neue Heimat kennenlernen, unseren Staat als den ihren anerkennen und sich einbringen. Durch Sport kommt man schnell zusammen und schließt Freundschaften.“ Seit September 2015 hilft Ayse Tschischka in der Flüchtlingshilfe und im Café Grenzenlos. Dadurch steht sie in engem Kontakt mit vielen Neubürgern.

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