Räumlichkeiten werden für die Kindertagespflege baulich verändert Wohnungen werden angemietet

Im Erdgeschoss dieser in Kürze bezugsfertigen Häuser, Offenbacher Straße 161-163, will die Stadt Wohnräume für die Kinderbetreuung durch Tagesmütter anmieten. Foto: lfp

Neu-Isenburg (lfp) – In den von der städtischen Gewobau erstellten Wohngebäuden entlang der Offenbacher Straße im Neubaugebiet Birkengewann sollen Erdgeschoßwohnungen für Angebote der Kindertagespflege angemietet werden.

Bereits im Dezember sollen in der Offenbacher Straße 161-163 drei Wohnungen von der Stadt Neu-Isenburg zunächst für zwei Jahre angemietet werden. Weitere drei Wohnungen der Gewobau in der Offenbacher Straße 157, 165 und 167 werden mit voraussichtlichem Mietbeginn 1. Februar 2021 von der Stadt reserviert und bei Vorhandensein von geeigneten Kindertagespflegepersonen angemietet. Schließlich könnten noch vier Wohnungen der Gewobau in der Offenbacher Straße 149 und 153 mit voraussichtlichem Mietbeginn zum 1. April 2021 angemietet werden. Für die Überlassung der Räumlichkeiten an Kindertagespflegepersonen wird ein Nutzungsentgelt zur Refinanzierung eines Teils der Kosten entsprechend der Vorlage (analog bisheriger Vereinbarungen) erhoben. Die Räumlichkeiten werden durch die Stadt Neu-Isenburg baulich so verändert und mit einer Grundausstattung eingerichtet, dass diese zum Zwecke der Kindertagesbetreuung nutzbar sind. Es besteht die Möglichkeit, dass die Nutzer die Wohnung bei Bedarf auch selbst einrichten und dafür 10 Prozent weniger Nutzungsentgelt entrichten. Soweit die Vereinbarungen seitens der Stadt Neu-Isenburg.

Hintergrund dieser Aktionen ist die, aufgrund steigender Bevölkerungszahlen und damit verbundener steigender Zahlen von Kindern, aktualisierte Kindertagesstättenbedarfsplan der Stadt Neu-Isenburg.

Da die bisherigen Bemühungen und Maßnahmen zum Ausbau der U3-Plätze nicht ausreichen, um die angestrebte Versorgungsquote von 44 Prozent erreichen zu können, wurde nach Alternativen gesucht und auch gefunden. Trotz des erfolgten Ausbaus (Zuwachs von 31 Plätzen im Vergleich zum Vorjahr – davon allein 19 Plätze in der Kindertagespflege durch die Bereitstellung von Wohnungen- konnte die Versorgungsquote des Vorjahres nicht erhöht werden. „Gerade der Zuzug von Familien mit jungen Kindern in das Neubaugebiet Birkengewann lag weit über den standardisierten Planungsannahmen“, betonte Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel.

Dies hat zur Folge, dass bereits in diesem Kindergartenjahr die Bedarfe an U3- und U6-Plätzen das Angebot übersteigen werden. Die Platzzahlen in der Kindertagespflege, als ein Baustein der Kindertagesbetreuung, stagniert im Kreis Offenbach seit Jahren und sollte daher gestärkt werden. Die nun gefundene Lösung bietet gegenüber der Schaffung von Plätzen in der Kindertagesstätte die Vorteile, dass Plätze kostengünstiger und zeitnaher geschaffen werden können und dass ein großer Teil der Eltern diese Betreuungsform als individueller und familiärer bewertet und sie der institutionalisierten Form der Kita vorzieht. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in dieser Betreuungsform übersteigt das Angebot, sodass eine Ausweitung den Bedarfen der Eltern entspricht. Um aber auch den Beruf der Kindertagespflegeperson attraktiver zu gestalten ist es wichtig, dass eine Kindertagespflegeperson eine Vergütung in einem attraktiven finanziellen Rahmen erhält, so die Vorlage des Magistrates. Die Stadt Neu-Isenburg hat dazu bereits Beschlüsse gefasst, die den durch den Kreis bereitgestellten Betreuungsstundensatz für Neu-Isenburger Kindertagespflegepersonen freiwillig um zwei Euro pro Kind und Betreuungsstunde erhöht.

In diesem Sinne wurden bereits 2018 und 2019 erfolgreich Wohnungen durch die Stadt angemietet, in denen derzeit drei Tagesmütter den Betrieb aufgenommen haben und dadurch allein 14 neue Plätze geschaffen werden konnten.

Außerdem hatte eine weitere Tagesmutter den durch die Stadt initiierten und vergüteten Kompaktkurs wahrgenommen und weitere fünf Plätze in der eigenen Wohnung geschaffen. Da weitere Anfragen von interessierten Tagesmüttern an diesem Konzept bestehen, sollen nun diese weiteren Wohneinheiten angemietet werden und somit die Möglichkeit geschaffen werden, bis zu 50 weitere Plätze im U3-Bereich anbieten zu können.

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