Offenbacher Kleiderkammer spendet für Flüchtlinge 105 Kisten für Griechenland

Eric Wolf, Administrator der Facebook-Gruppe Offenbacher Flüchtlingshilfe, und Houriaj Limam vom SOS Konvoi Frankfurt laden gemeinsam mit weiteren ehrenamtlichen Helfern insgesamt 105 Kleiderkisten in einen Lastwagen für einen Container für Griechenland. Foto: p/Katja Lenz

Offenbach (red) – Die Kleiderkammer in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Kaiserleistraße 19 ist aufgelöst worden. Die Kleider werden in 105 Kisten nun nach Griechenland transportiert, wie die Stabsstelle „Offenbach hilft“ mitteilt. Dort sollen die Kleiderspenden den Flüchtlingen zugutekommen.

Seit der Nachricht von der Schließung der Einrichtung suchten Eric Wolf und Katja Lenz von der Facebook-Gruppe Offenbacher Flüchtlingshilfe nach Möglichkeiten, die zahlreichen Kleidungsstücke sinnvoll abzugeben. Aufgrund der rückläufigen Flüchtlingszahlen gab es auch in anderen Einrichtungen keinen Bedarf. Mit der Organisation SOS Konvoi Frankfurt/Hessen Train of hope wurde nun ein dankbarer Abnehmer gefunden. Die Frankfurter Organisatorin Houriaj Limam hatte zahlreiche Listen dabei, um die Verteilung vor Ort so einfach wie möglich zu machen. Daher wurden die Kleidungsstücke nicht nur entsprechend nach Größe und Geschlecht in die Kisten sortiert – alles musste auch gezählt werden. Houriaj Limam ist seit Oktober im Bereich der Flüchtlingshilfe aktiv, hat selbst Lastwagen nach Griechenland und in die Türkei gefahren, war zwei Monate auf Lesbos. Sie ist nicht nur in Deutschland, sondern europaweit in der Flüchtlingshilfe vernetzt. Für ihr Engagement hat sie ihren Job in der Gastronomie aufgegeben und von ihrem Ersparten gelebt. „Die Kosten für den Transport nach Syrien mit insgesamt etwa 700 Kartons – neben Offenbach auch aus Darmstadt, Neu-Isenburg und Frankfurt – wird ein englisches Unternehmen übernehmen“, sagt Limam.

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben in der Kleiderkammer das rund zehn Meter lange Regalmodulsystem sowie 20 Einzelregale und 30 Kleiderständer abgebaut. Die Meldung vom vergangenen Mittwoch, dass nun das Honeywell-Gebäude als Erstaufnahme aktiviert werden soll, überraschte die Helfer. „Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir einiges für diese neue Einrichtung vorbereiten können und wären für neue Bewohner gerüstet gewesen“, sagt Eric Wolf.

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