IHK hilft Schülern bei der Berufsfindung 15 Azubis geschult zu Ausbildungsbotschaftern

IHK-Projektkoordinatorin Andrea Gutermuth (rechts) bei der Schulung der IHK-Ausbildungsbotschafter. Präsentationstrainer Marco Jelic gibt den künftigen „Botschaftern“ Tipps für das Auftreten vor Schulklassen. Foto: Linke/IHK/p

Offenbach (red) – Mit der Initiative IHK-Ausbildungsbotschafter will die Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main bei Schülern für die Berufsausbildung werben. Andrea Gutermuth hat am 15. August die Koordination der Initiative der IHK-Ausbildungsbotschafter übernommen. Bisher wurden 35 Auszubildende zu IHK-Ausbildungsbotschaftern geschult. Bis Jahresende sollen noch 20 dazu kommen.

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Weinbrenner: „Viele Schüler haben am Ende der Schule keinen konkreten, beziehungsweise realistischen Berufswunsch und ziehen die aussichtsreichen Perspektiven einer dualen Berufsausbildung zu selten in Betracht. Das wollen wir mit den IHK-Ausbildungsbotschaftern ändern.“

Von dem Konzept, Auszubildende werben in Schulen für die Berufsausbildung, ist Gutermuth überzeugt. „Die Ausbildungsbotschafter sind Repräsentanten ihrer Ausbildung. Sie berichten einer Klasse von ihrem Berufsalltag und ihrem persönlichen Werdegang. Dadurch erhalten die Schüler einen praxisnahen Eindruck von der Ausbildung und können überlegen, ob dieser Beruf für sie interessant ist. Sie geben direkte und authentische Einblicke in ihre Ausbildungsberufe. Schüler erhalten somit umfassende Informationen über die Berufsausbildung, die Vielfalt der Berufswelt, den Ablauf von Bewerbung und Auswahlverfahren sowie über Karrieremöglichkeiten. Wer könnte die Schüler besser erreichen als Gleichaltrige?“

Ausbildungsbotschafter zu sein, ist ein Ehrenamt. „Auszubildende profitieren sehr von dieser Initiative. Man lernt, sich zu präsentieren und freizusprechen. Bei Personalverantwortlichen kommt ein solches Engagement immer sehr gut an. Vor allem stärken die Auszubildenden in der kostenlosen Schulung ihre persönlichen und fachlichen Kompetenzen, etwa in Sachen Präsentationstechnik“, so Gutermuth.

Ziel sei es, weitere Auszubildende zu qualifizieren und einen Pool von bis 200 Ausbildungsbotschaftern bis Ende 2019 aufzubauen. Damit könne das Angebot in die gesamte Region Offenbach getragen werden. Bisher fanden vier Einsätze in vier Schulen mit je zwei bis drei IHK-Ausbildungsbotschaftern statt: in der Friedrich-Ebert-Schule in Mühlheim, der Merianschule in Seligenstadt, der Marienschule in Offenbach und in der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule in Rödermark. Ein weiterer Einsatz ist für den 7. November 2018 mit drei Botschaftern wieder in der Mühlheimer Friedrich-Ebert-Schule geplant.

Auch die Ausbildungsunternehmen profitierten von den „Botschaftern“, da sie auf diese Weise gezielt Werbung für ihre Ausbildungsberufe machen könnten. „Dabei stärken sie die Motivation ihrer Auszubildenden und können sich direkt in den Schulen als attraktiver Arbeitgeber präsentieren“, so Gutermuth.

Informationen über die Initiative gibt es unter: www.erfolg-durch-ausbildung.de. Dort sind alle Schulungstermine veröffentlicht. Die Anmeldung kann direkt erfolgen.

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