Verkehrsberuhigung am Wilhelmsplatz / Testweise Sperrung an Markttagen Ab 17. August sind die Seitenstraßen dicht

Die veränderte Verkehrsführung für die An- (dunkelbau) und Abfahrt (hellblau) mit dem Auto während der dreimonatigen Sperrung an Markttagen. Copyright: U9/Stadt Offenbach

Offenbach (red) – Die von der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung beschlossene dreimonatige Sperrung der östlichen und westlichen Seitenstraße des Wilhelmsplatzes startet am Montag, 17. August. Dies teilte Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß vergangene Woche mit. „Die Sperrung ist zeitlich auf die vorher stattfindende Umfrage am Wilhelmsplatz abgestimmt und beginnt somit unmittelbar nach der ersten zweiwöchigen Befragung von Kunden und Besuchern“, erläuterte Weiß. Er verwies auf die von der Offenbacher Stadtinformationsgesellschaft (OSG) in Abstimmung mit Oberbürgermeister Felix Schwenke beauftragte Umfrage, die vor, während und nach dem dreimonatigen Testzeitraum ein umfassendes Meinungsbild für eine dauerhafte Verkehrsberuhigung ermitteln soll. Die Umfrage vor der Sperrung hat am 5. August begonnen: Zwei Wochen lang werden an allen Markttagen Mitarbeiter des Instituts LQM Marktforschung aus Mainz persönliche Interviews mit Kunden und Besuchern des Wochenmarktes sowie der umliegenden Geschäfte und Restaurants führen.

Ab dem 17. August bleiben drei Monate lang immer an Markttagen (dienstags, freitags und samstags) in der Zeit von 8 bis 16 Uhr die beiden Seitenstraßen des Wilhelmsplatzes für den Autoverkehr gesperrt. In dieser Zeit einfahren dürfen lediglich Lieferverkehre, die Marktbeschicker selbst, Radfahrer sowie alle Besitzer eines Parkausweises für den Bewohnerparkbezirk A. Es gilt für alle Schrittgeschwindigkeit. Die Behindertenstellplätze in den Seitenstraßen, die auch bisher schon überwiegend von Anwohnern belegt wurden, dürfen auch an den gesperrten Tagen von Anwohnern mit Parkausweis weiterhin genutzt werden. Wie Verkehrsdezernent Weiß betont, werden zusätzlich zwei öffentliche Behindertenstellplätze auf dem Parkplatz Wilhelmsplatz eingerichtet.

Zu Marktzeiten erreichen automobile Kunden und Besucher den Parkplatz am südlichen Ende des Wilhelmsplatzes über die Bleichstraße und die Wilhelmstraße – eine Zufahrt über die Bieberer Straße ist jedoch nicht mehr möglich. Die Zufahrt zum Parkplatz erfolgt an der südöstlichen Seite des Wilhelmsplatzes, die Ausfahrt an der südwestlichen Seite. Die Bleichstraße ist über die Waldstraße aus Süden kommend regulär erreichbar. Aus Nordend kommend (vom Marktplatz) ist während des Testzeitraums das Linksabbiegen in die Bleichstraße gestattet.

Als Teil der Verkehrsberuhigung setzt die Stadt vor allem auch auf das Fahrrad: „Seit Corona ist die Zahl der Kunden, die mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt kommen, stark gewachsen. Für diese und als Anreiz für andere, künftig häufiger mit dem Fahrrad zum Wochenmarkt zu kommen, werden – wie von den Stadtverordneten beschlossen – zusätzlich temporäre Fahrradabstellmöglichkeiten auf dem Parkplatz installiert. Diese Fahrradständer sind zwar bereits bestellt, einen genauen Liefertermin haben wir aber leider noch nicht. Deshalb stehen sie voraussichtlich erst nach Beginn der Sperrung zur Verfügung“, so Weiß.

Ziel des dreimonatigen Versuchs ist eine Verkehrsberuhigung während des stets gut besuchten Wochenmarktes. Damit sich die Autofahrer während des Tests an das Einfahrverbot in die Seitenstraßen halten, kündigte Ordnungsdezernent Peter Freier bereits regelmäßige Kontrollen an.

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