Nordendtreff der Behindertenhilfe Offenbach besteht seit zehn Jahren Barrieren beseitigen

Felix Kapraun vor dem beliebten Bällebad des Nordendtreffs, das aufgrund der Corona-Pandemie aktuell nicht genutzt werden darf. Foto: Behindertenhilfe Offenbach

Offenbach (red) – Seit zehn Jahren besteht der Nordendtreff der Behindertenhilfe Offenbach. Hier treffen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Behinderung für gemeinsame Aktivitäten.

Die Räumlichkeiten des Nordendtreffs entstanden im Frühjahr 2010. Viele Gruppenangebote des Ambulanten Dienstes der Behindertenhilfe Offenbach waren damals vollständig belegt und es gab keinen Platz, um weitere Gruppen anzubieten. Außerdem wollte der Ambulante Dienst die dringend benötigte Nachmittagsbetreuung für Schüler der Fröbelschule in Offenbach, einer Schule mit Förderschwerpunkt für geistige Entwicklung, ermöglichen. Aus diesen Gründen erweiterte die Behindertenhilfe Offenbach ihre Räumlichkeiten und eröffnete den Nordendtreff als neue Begegnungsstätte.

Der Ambulante Dienst koordiniert die Belegung und Nutzung des Nordendtreffs. „Unsere Angebote sind für Menschen mit Behinderung in allen Alters- und Lebenslagen gedacht. Von Elterngruppen mit kleinen Kindern über Nachmittagsbetreuung von Schulkindern bis hin zu offenen Treffs, Spiel- und Filmabenden oder Partys für Jugendliche und Erwachsene. Wir bieten auch Kurse und Workshops oder Ferienspiele hier an“, erzählt Felix Kapraun. Er ist Hauptverantwortlicher für die Räumlichkeiten und Koordinator der Gruppenangebote des Ambulanten Dienstes. Der Nordendtreff ist – zu normalen Zeiten – fast täglich belegt, unter der Woche genauso wie an Wochenenden und in den Ferien. Aufgrund der Corona-Pandemie waren Ferienspiele, Nachmittagsbetreuung und weitere Gruppenangebote im Nordendtreff viele Monate lang nicht möglich. Momentan finden die Sommer-Ferienspiele mit wenigen Teilnehmenden statt. Aktuell sieht es so aus, als ob nach den Sommerferien auch alle anderen Gruppenangebote wieder starten werden.

Darüber hinaus nutzen verschiedene Freizeitgruppen den Nordendtreff als Sammelpunkt. Von dort aus starten sie zu Ausflügen in die Stadt, zu Fußballspielen oder Konzerten oder zur Disko. So nehmen die Teilnehmer aktiv am gesellschaftlichen Leben teil – ein wichtiger Beitrag für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

Wesentlich ist auch, dass die Teilnehmer je nach Interesse auswählen können, an welchen Aktivitäten oder Projekten der Behindertenhilfe Offenbach sie teilnehmen möchten. So wird ihnen Selbstbestimmung ermöglicht. „Es muss dabei gar nicht immer ein großer Ausflug sein“, so Felix Kapraun. „Zum Beispiel ist Plätzchenbacken ein sehr beliebter Programmpunkt.“

Um jede Barriere und jedes Hindernis zu beseitigen, bietet der Ambulante Dienst einen Fahrdienst an. Gerade für Rollstuhlfahrer ein essentieller Service, betont Felix Kapraun: „Ohne den Fahrdienst könnten viele Menschen gar nicht an unseren Angeboten teilnehmen.“

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