Reger Austausch beim Neujahrsempfang des Fahrradprojekts „Von Bike Offenbach profitieren alle“

Professor Jürgen Follmann von der Hochschule Darmstadt. Foto: Urban Media Poject / p

Offenbach (red) – Bike Offenbach startet 2020 richtig durch – um das zu feiern, kamen kürzlich 45 Gäste zum Neujahrsempfang des Fahrradprojekts ins Laden-Café von artefakt am Starkenburgring. Eingeladen hatte die OPG Offenbacher Projektentwicklungsgesellschaft mbH aus dem Geschäftsfeld Immobilien der Stadtwerke-Gruppe – als Dank und Inspiration für alle Beteiligten, zum Anstoßen und Austauschen.

„In unserer wachsenden Stadt profitieren alle von dem Projekt Bike Offenbach“, betonte Planungs- und Verkehrsdezernent Paul-Gerhard Weiß in seiner Begrüßung. „Nur wenn mehr Menschen aufs Rad umsteigen, kann auch der Autoverkehr weiter rollen – sonst wird es auf den Straßen zu voll, und es gibt noch mehr Staus.“ Das dürfe bei den teilweise sehr emotional geführten Diskussionen nicht vergessen werden. OPG-Geschäftsführerin Daniela Matha bezeichnete es als ein „Herzensanliegen“, dass sich der Verkehr in der Stadt breiter aufstellt: „Es geht um Bewegung und Mitgestaltung, um Teilhabe und die Rückeroberung des öffentlichen Raums.“ Für das Klima zähle zudem jeder mit dem Rad gefahrene Kilometer. Saubere Luft und weniger Staus machten die gesamte Stadt lebenswerter, ergänzte OPG-Projektmanager Ulrich Lemke.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt unter anderem von der Hochschule Darmstadt. Deren Verkehrsexperte und Dekan am Fachbereich Bauingenieurswesen, Professor Jürgen Follmann, lobte die Weitsicht Offenbachs. „Die Stadt hat erkannt, dass sie über Grenzen denken muss, und von Beginn an Verbindungen in den Kreis Offenbach mitgeplant.“ Neu-Isenburg ist Verbundpartner in dem Förderprojekt, zudem sind mittelfristig Achsen nach Dreieich und Dietzenbach, Heusenstamm und Obertshausen vorgesehen. „Wie das vergangene Jahr gezeigt hat, ist ein sehr engagierter Einsatz bei den übergeordneten Verwaltungen nötig, um diese Verbindungen auch realisieren zu können.“

Follmann hob die Öffentlichkeitsarbeit und daraus resultierende Sichtbarkeit von Bike Offenbach hervor: „Neben der hervorragenden Website findet man Infos zum Projekt auch bei Veranstaltungen vor Ort auf der Straße.“ Es gelte weiterhin möglichst viele Menschen in der Stadt zu erreichen, denn das Potenzial zum Umsatteln sei enorm: „Grundsätzlich sind 30 Prozent der mit dem Auto gefahrenen Wege kürzer als drei Kilometer.“ Und viele Kreisgemeinden lägen nur bis zu acht Kilometer entfernt: „Das ist gerade für E-Bikes eine angenehme Distanz.“ Bei allen Radverbindungen gelte es auch den Fußverkehr und eine ausreichende Beleuchtung der Wege mitzudenken.

Im Anschluss kamen die Anwesenden aus Verwaltung und Stadtwerke-Gruppe, Agenturen und ADFC, Planungsbüros und Goethe-Universität Frankfurt, Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach und Hochschule Darmstadt bei süßen und herzhaften Kuchen, bei Sekt und Selters angeregt ins Gespräch.

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