Vortrag im Haus der Stadtgeschichte

Frühe Farbenindustrie in Offenbach

Alte Ansicht der Rohrmühle in Bürgel um 1871. Foto: Stadtarchiv Offenbach

Offenbach (red) – Die Geschichte der frühen Farbenindustrie Offenbachs und Frankfurts war eng miteinander verbunden. Hinter der 1812 in Offenbach gegründeten, erfolgreichen Bleiweißfabrik von Sprenger, Eberle & Co. stand als Eigentümer das Frankfurter Bank- und Handelshaus von Friedrich Wilhelm Jäger. Die Zusammenhänge beleuchtet Dr. Konrad Schneider (ehemaliger stellvertretender Leiter des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt am Main) in einem Vortrag am Sonntag, 25. Februar, um 15 Uhr im Lesesaal des Archivs im Haus der Stadtgeschichte, Herrnstraße 61.

Wilhelm Sell, einer der Pioniere der Teerfarbenindustrie, hatte vor seinem Wechsel von Frankfurt nach Offenbach mit seinem Partner Dr. Carl Christian Conrad Zimmer in Sachenhausen Chininpräparate und das aus Holzkohlenteer gewonnene hochgiftige Kreosot hergestellt. Die Firnis-, Druckerschwärze- und Lackfabrik von Christian Zimmer erlebte nach Anfängen von Schramm auf der Rohrmühle in Bürgel eine erste Blüte, besteht heute noch als Schramm Coatings GmbH und produziert in Offenbach Beschichtungsstoffe.

Diese drei Unternehmen und noch weitere Farbstoffproduzenten werden ebenso vorgestellt wie eine Reihe von erfolgreichen Färberunternehmen, von denen Offenbach in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehr hatte als Frankfurt.

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