Kostenlose Gespräche im Ketteler Krankenhaus Gut beraten bei Fragen rund um die Patientenverfügung

Erich Deckenbach (links) und Alexander Rudolf vom Hospiz-und Palliativberatungsdienst des Malteser Hilfsdienstes beraten die Hilfesuchenden. Foto: p

Offenbach (red) – Seit Februar dieses Jahres bietet der Hospiz- und Palliativberatungsdienst des Malteser Hilfsdienstes Stadt und Kreis Offenbach im Ketteler Krankenhaus kostenlose Beratungstermine zum Thema Patientenverfügung, Vorsorge- und Betreuungsvollmacht. Diese wurden auf Anhieb so gut angenommen, dass aus dem ursprünglich einen Nachmittag innerhalb kurzer Zeit zwei wurden. Um die Ratsuchenden kümmert sich der ehrenamtliche Berater der Malteser in Offenbach, Erich Deckenbach.

Meist sind es Frauen und Ehepaare, die zu ihm zur Beratung kommen. „Anfangs kamen vor allem Leute, die bereits eine Verfügung ausgestellt hatten und nun wissen wollten, ob diese so auch Gültigkeit hat“, so Deckenbach. „Mittlerweile kommen die meisten, um sich generell beraten zu lassen, viele davon auf Empfehlung. Das Ketteler Krankenhaus hat uns Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, die Kooperation ist wirklich großartig.“

Die Malteser bieten kostenlose Vordrucke an, die lediglich handschriftlich selbst ausgefüllt werden müssen, um juristisch volle Gültigkeit zu erlangen. Erich Deckenbach geht mit den Betroffenen jeden einzelnen Punkt der Verfügungen durch und beantwortet geduldig jede Frage. Eine Stunde muss man für diesen Termin schon einplanen, doch es ist gut investierte Zeit. „Wir füllen die Verfügungen und Vollmachten jedoch nicht im Termin aus“, betont Deckenbach. „Die Leute brauchen auch nach dem Gespräch Zeit, um das Gehörte zu verarbeiten. Sie sollen ganz in Ruhe überlegen können. Wir geben ihnen dafür alle notwendigen Informationen.“

Diese sehr persönliche und individuelle Beratung macht das Besondere am Angebot des Malteser Hilfsdienstes aus. Im Gegensatz zu manch anderen Trägern, die auf Vordrucke allein oder auf Großveranstaltungen setzen, kümmern sich hier ehrenamtliche Berater, die sorgfältig geschult werden, um den Einzelnen. „Die Leute sind aufgrund der Thematik schon angespannt genug“, so Deckenbach. „Da hilft eine große, unpersönliche Infoveranstaltung wenig, weil viele Fragen offen bleiben. Im Laufe des persönlichen Gesprächs merke ich dann, wie sich die Betroffenen mehr und mehr entspannen. Und wenn ein Termin nicht ausreicht, gibt es eben noch einen zweiten.“

Die Beratungsgespräche der Malteser finden regelmäßig in Räumen des Krankenhauses statt. Für Terminvereinbarungen sollten sich Interessierte an den Malteser Hilfsdienst wenden (Alexander D. Rudolf oder Marion Perner), Telefon 06104 4067930.

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