Dominik Laux erneut bester Deutscher bei der U 14-Jugendschachweltmeisterschaft Kurz vor dem Sprung in die Weltspitze

Dominik Laux von der VSG Offenbach kam bei der Jugendschachweltmeisterschaft im indischen Mumbai in der Altersklasse U 14 als bester Deutscher auf Rang 29. Foto: p

Offenbach (red) – Bereits zum zweiten Mal nach der Premiere 2018 konnte sich Dominik Laux von der VSG Offenbach für die Jugendschachweltmeisterschaften qualifizieren und wurde in Indien erneut bester deutscher Teilnehmer.

Ein sehr guter fünfter Platz bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Juni hatte die Qualifikation bedeutet. Vom 30. Startplatz kommend, spielte Dominik Anfang Oktober in insgesamt elf Runden mit der Weltspitze um den Titel. Dieses Jahr in der U 14 gehörte Dominik dem jüngeren Jahrgang an, die Aufgabe war daher nochmal eine Nummer schwerer als im Vorjahr in Spanien in der U 12.

Laux spielte ein großartiges Turnier und bekam daher im Verlauf gleich vier Gegner aus den Top Ten der Starterliste als Gegner zugelost. Dabei gelangen ihm unter anderem ein Sieg gegen den siebtgesetzten Fidemeister Momchil Petkov aus Bulgarien und ein Remis gegen den fünftgesetzten Fidemeister Anand Pranav aus dem Gastgeberland Indien. Überhaupt ist Indien eine großartige Schachnation. Gleich sechs Gegner von Dominik Laux spielten für ihre indische Heimat. Teilweise sind sie schon Vollprofis, trainieren acht Stunden am Tag und haben ihre Schullaufbahn oftmals schon beendet – für Leibnizschüler Laux andere Dimensionen, die in Deutschland nicht vorstellbar ist.

In jeder der elf Runden mussten auf dem Weg zum Schachbrett strenge Sicherheitsvorkehrungen durchlaufen werden, um jegliche Täuschungsversuche im Keim zu ersticken. Jeder Spieler wurde mit Handscannern vor dem Betreten des Spielsaales auf elektronische Geräte, Uhren und Stifte kontrolliert. Stichprobenartig konnten weitere Kontrollen nach dem Toilettengang und nach dem Partieende durchgeführt werden. Einer schöner Brauch ist es, dass Laux vor jeder Runde seinem Gegner Gastgeschenke aus Offenbach überreichen konnte, über die sich die Gegner immer sehr freuten. Dabei waren unter anderem Baseballkappen mit dem Aufdruck „OF“, die nun in aller Welt getragen werden. Im Gegenzug bekam Dominik natürlich auch immer ein kleines Präsent überreicht.

Selbst wenn die elf Turnierrunden nicht viel Zeit für außerschachliche Aktivität ließen, so konnte Dominik samt seinem Vater und Bruder am Ruhetag zur Halbzeit der WM ausführlich die 22 Millionen-Einwohnermetropole Mumbai bestaunen. Mumbai ist die wichtigste Hafenstadt und das wirtschaftliche Zentrum Indiens. Die Größe der Stadt wird auch dadurch deutlich, dass man vom Spiel-Hotel am nördlichen Stadtrand bis in die Innenstadt knappe 90 Minuten fährt. Besonders beeindruckend für Dominik war der Aufenthalt am Gateway of India: ein Triumphbogen und das berühmteste Wahrzeichen Indiens. Dominik wurde hier von etlichen Indern angesprochen, ob sie ein Selfie mit ihm machen könnten. Rothaarige scheint es hier nicht jeden Tag zu geben.

Schachlich lief es für Dominik bestens, was auch die vielen starken Gegner aus der Weltspitze erklärt. In den letzten beiden Runden ging es dann tatsächlich noch um eine mögliche Platzierung unter den ersten Zehn der Welt. Zusammen mit seinem persönlichen WM-Trainer Kevin Högy wurde jede Partie per Skypekonferenz vor- und nachbereitet. Leider gingen die beiden Schlussrunden zwar nach großem Kampf verloren, aber der daraus resultierende 29. Platz nach insgesamt fünf Siegen und zwei Remis bei vier Verlustpartien ist dennoch ein riesiger Erfolg. Mit dieser Punktausbeute war Dominik wie schon im Vorjahr erneut der beste deutsche Starter unter den 90 Teilnehmern dieser Altersklasse.

Mit Dominik freuten sich natürlich nicht nur WM-Trainer Kevin Högy, die eigene Familie und Vereins- wie Schulkameraden überschwänglich, sondern natürlich auch sein Heimtrainer David Lobzhanidze sowie die aktuellen und ehemaligen Jugendtrainer aus der VSG Offenbach und des Hessischen sowie Deutschen Jugendkaders. Auch der Sportstiftung der Städtischen Sparkasse gilt ein großes Dankeschön, half ihre Förderung doch zu einem großen Teil mit, die WM-Teilnahme für Dominik Laux zu ermöglichen.

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