Bewährte Unfallhelfer Teddys trösten Kinder über Schrecken hinweg

Thomas Kutschker (von links) vom Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr, Senatorin Karin Giersch und Irmgard Pohl, Mitarbeiterin im Aufgabenbereich Rettungsdienstträgerschaft, mit den Rettungsteddys des Aktionskomitees Kind im Krankenhaus. Foto: p/Feuerwehr Offenbach

Offenbach (red) – Ein Unfall ist schon schlimm genug. Erst recht, wenn Kinder betroffen sind. Die Rettungsteddys des Aktionskomitees Kind im Krankenhaus (AKIK) fahren in den Frankfurter, Darmstädter und Offenbacher Rettungswagen sowie in den Einsatzfahrzeugen der Polizei mit und sind als Tröster sofort mit an Ort und Stelle.

Thomas Kutschker, Sachgebietsleiter Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr, und Irmgard Pohl, Mitarbeiterin im Aufgabenbereich Rettungsdienstträgerschaft der Stadt nahmen bei der Feuerwehr Offenbach, 360 von insgesamt 2 500 Rettungsbären im Brandschutz,- Katastrophenschutz- und Rettungszentrum in Frankfurt entgegen. Seit 2012 unterstützt die Stiftung des Frankfurter Unternehmers Professor Carlo Giersch das Projekt Rettungsteddys des AKIK und sorgt dafür, dass Rettungswagen, Notfallseelsorge und Polizei ausreichend Plüschhelfer dabei haben.

Der Rettungsdienst Offenbach, also die Berufsfeuerwehr sowie die Leistungserbringer Arbeiter Samariter Bund, Deutsches Rotes Kreuz und der Malteser Hilfsdienst, sind seit 2013 Partner von AKIK.

„Die Rettungsteddys sind eine sehr sinnvolle Sache“, erklärt Kutschker, denn oftmals seien Kinder nach einem Unfallgeschehen, gleichgültig ob betroffen oder beteiligt, verstört und nicht ansprechbar. Da helfe der kleine Bär ungemein, um mit den kleinen Patienten ins Gespräch zu kommen und zu beruhigen. Bis 2013 hatte die Feuerwehr Offenbach immer gespendete Stofftiere dabei, die vorher gewaschen und desinfiziert wurden.

Ein echter Aufwand sei das gewesen, aber eben ein sehr wertvoller. Die Rettungsteddys des AKIK sind nicht nur hygienisch verpackt, sondern auch alle gleich: „Da kann es keinen Ärger mehr geben, dass ein Kind ein größeres Stofftier hat.“

Das hilft vor allem in Fällen, in den gleich mehrere Kinder einen Unfall unmittelbar erlebt haben, wie in der Schule oder im Kindergarten. Allerdings kommen die Bären erst bei einer entsprechenden Indikation zum Einsatz, zumeist dann, wenn neben der Verletzung noch Angst, Schock oder Trauer des Kindes erkennbar sind. Glücklicherweise sind zudem die Fallzahlen in Offenbach überschaubar, weshalb der Vorrat an Rettungsteddys über das Jahr hinaus reicht.

Jeweils 150 sind jetzt beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) und Arbeiter Samariter Bund (ASB) im Einsatz, 60 fahren in den Rettungswagen und den Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF) der Feuerwehr Offenbach mit.

„Wir als Rettungsdienstträger sind über das Engagement von AKiK sehr froh“, betont Uwe Sauer, Leiter der Berufsfeuerwehr Offenbach.

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