Bürgerinitiative Rumpenheim führt Gäste aus Wächtersbach durch den Stadtteil Unterwegs auf neuen Wegen

Von der Schlossanlage zeigten sich die Gäste besonders beeindruckt.

Offenbach-Rumpenheim (red) – Am Fronleichnamstag hatte die Bürgerinitiative Rumpenheim Besuch vom Altstadtförderverein aus Wächtersbach. Der Vorsitzende Dirk Säufferer kam mit einer Gruppe von 16 Personen, um das Ensemble von Schloss und Schlosskirche und Park mit Mausoleum, Aussichtshügel, Monopteros und Türkischem Tempel kennen zu lernen. Außerdem wollte die Gruppe natürlich auch die neuen Wege zum Aussichtshügel und rund um die Zarenlinde begehen. Denn über Presseberichte war man in Wächtersbach auf die Wiederherstellung der historischen Wegebeziehungen aufmerksam geworden. Der Vorsitzende der BI Rumpenheim Bruno Persichilli begrüßte die Gäste zunächst im Domizil der BI in der Landgraf-Friedrich-Straße 1 und erläuterte die Entstehungsgeschichte und das Wirken der BI Rumpenheim. Anhand von historischem und aktuellem Kartenmaterial besprach man die Entwicklung des denkmalgeschützten Englischen Landschaftsgartens von seiner Entstehung um 1680 bis zum heutigen Zustand. Jürgen Lindow erläuterte die Erweiterungen – der letzten auf die heutige Größe von 1858 – und schilderte die Eröffnung der historischen Wegebeziehungen zum Aussichtshügel und rund um die Zarenlinde im Mai dieses Jahres. Im Anschluss daran machte sich die Gruppe unter der Führung von Bruno Persichilli und Heinz Meier-Ebert auf den Weg über die Breite Gasse zum Schlossinnenhof. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Schlossanlage und dem Marstallgebäude. Vorbei am Mausoleum, der Evangelischen Schlosskirche und der Platanenallee ging es auf dem neuen geschlängelten Weg hinauf zum Aussichtshügel. Von dort konnten die Gäste die wieder hergestellte Sichtachse zum Schloss genießen. Auf dem Aussichtshügel konnte Persichilli darauf verweisen, dass unzählige durchaus wertvolle Stauden entlang der Wege gepflanzt worden waren. „Außerdem wurde nicht nur Wildwuchs beseitigt, sondern es wurden auch neue Bäume gepflanzt, darunter sogar eine Esskastanie, die das Plateau des Aussichtshügels mit vier weiteren Bäumen einfasst,“ so Persichilli erfreut. Weiter ging es zum Monopteros. Wissbegierig wurde ein Smartphone zu Hilfe genommen: „Monos“ steht für einzig, allein und „pteron“ für Flügel, also ein Tempel als Rundbau mit Säulen. Überrascht zeigten sich dann die Gäste über die prachtvolle große Wiese im Zentrum des Parks. Über den neuen Weg zur Zarenlinde ging es am wieder freigelegten Fundament des früheren Schweizer Häuschens vorbei zur Zarenlinde. Aber nicht nur die schönen Seiten des Parks wurden vorgestellt: „So gibt es immer noch zu viele Flächen mit unheimlich viel Wildwuchs, sodass man kaum hindurch sehen kann“, so Heinz Meier-Ebert. „So ist der sogenannte Hohlweg für Fremde überhaupt nicht wahrzunehmen, ist er doch völlig im Dickicht verborgen.“

Vorbei am Türkischen Tempel und dem Platz, an dem früher das Teehaus stand und heute Boule gespielt wird, ging es zum Baumsaal, der 2006/2007 mit großer finanzieller Hilfe der BI Rumpenheim entstanden ist. Den Abschluss der Besichtigung bildete der Blick auf die Nordseite des Schlosses mit der gut gepflegten Gartenterrasse. Die Wächtersbacher Gruppe bedankte sich für die Gastfreundschaft und zeigte sich vor allem über die neuen Wege sehr erfreut. Dirk Säufferer: „Die Voraussetzungen in Wächtersbach sind teils andere. In Wächtersbach sind insbesondere die Sichtachsen in einem besseren Zustand, der bewaldete Teil des Parks aber in einem deutlich schlechteren.“

Bruno Persichilli versprach nun, zu einem Gegenbesuch nach Wächtersbach zu kommen, voraussichtlich am 20. Oktober zum Herbstmarkt. Aber auch die Wächtersbacher Gäste nahmen nicht nur viele Anregungen und Eindrücke mit, sondern versprachen ebenfalls wiederzukommen, eventuell am 4. August zum Flanierkonzert „Musik im Park!“.

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