Europa und die Staatsinteressen 20. Rödermärker Hochschultag mit Professor Wirsching

Symbolfoto: dpa

Rödermark (red) – Gibt es eine europäische Rettung des Nationalstaats? Dieser hochaktuellen Frage widmet sich der 20. Rödermärker Hochschultag, zu dem Oswald-von-Nell-Breuning-Schule und Stadt Rödermark für Montag, 18. April, 18.30 Uhr, in die Kulturhalle einladen.

Als erster Historiker in der Reihe der Hochschultage wird Professor Andreas Wirsching aus München das Verhältnis zwischen Nation und europäischer Integration in Geschichte und Gegenwart beleuchten.

Wirsching gehört zu den bedeutendsten Historikern weit über den deutschsprachigen Raum hinaus für die neue und neueste Geschichte. Er ist Inhaber des entsprechenden Lehrstuhls an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München/Berlin und Mitglied zahlreicher historischer Kommissionen, Kollegs, Stiftungen und Akademien.

Universelle Werte treffen auf Nationalismus

Unter seinen mehr als 200 Veröffentlichungen zum 19. und besonders zum 20. Jahrhundert finden sich zehn Monographien und 26 Sammelbände, die er als Herausgeber verantwortet, darunter auch ein Lehrbuch zur Geschichte der Neuesten Zeit.

In den letzten Jahren ist Professor Wirsching durch zwei vielbeachtete und hochgelobte Werke zur Geschichte Europas nach 1989 hervorgetreten: „Der Preis der Freiheit. Geschichte Europas in unserer Zeit“ (München 2012) und „Demokratie und Globalisierung. Europa seit 1989“ (München 2015).

Die Bücher überzeugen auch deshalb, weil Wirsching weniger eine nationalstaatliche, sondern eine europäische Perspektive wählt.

Die Aspekte der Globalisierung, einer Renationalisierung vor allem in den östlichen Beitrittsländern, einer zunehmenden kulturellen Differenzierung, der Finanz- und Wirtschaftskrise, der Ukrainekrise und des russischen Machtanspruchwerden in einen systematischen Rahmen gebracht.

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