Fröhliche Feier mit Rhythmus und Spaß

AL / Die Grünen Rödermark feiern 35-jähriges Bestehen

Hessens Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Priska Hinz war der nächste Ehrengast aus der Landesregierung, der sich - wie auch der AL-Vorstand - ins Goldene Buch der Stadt Rödermark eintragen durfte. Foto: chz

Rödermark (chz) – Ein wenig anders als andere Parteien – das waren „Die Grünen“ schon immer, und das zeigte sich beim 35. Geburtstag von AL/Die Grünen Rödermark natürlich auch: Nicht sie verteilten die Wahlgeschenke kurz vor der Kommunalwahl, sondern bekamen selbst welche überreicht. Grüne Socken sollen den 35 Kandidaten die Standhaftigkeit erhöhen und sicher auch die nötige Balance für den Schlussspurt geben. Das jedenfalls wünschten ihnen ihre grünen Parteifreunde aus Saalfelden, die eigens zu dieser Geburtstagsfeier angereist waren.

Wieder zu Besuch war auch Priska Hinz, Hessens Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die sich als drittes Mitglied der hessischen Landesregierung binnen fünf Wochen ins Goldene Buch der Stadt Rödermark eintrug nach dem hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und dem Regierungschef Volker Bouffier. Laut und beifallumbrandet wurde es beim Auftritt vom Schlagzeugduo „Bros on Drums“ sowie von Julia Pühler und Jimi Joel Eyrich von der Band „Basement Riot“, während der Urberacher Kabarettist Volker Heymann als die Stimme der drei ebenfalls präsentierten Al-Kurzfilme über Rödermark einige Kostproben seiner Kunst gab.

Telefonrechnung über 210 Mark

Rödermarks AL-Vorsitzende Perihan Demirdöven freute sich über die vielen Gäste, und AL-Mitbegründer Roland Kern ließ die Anfänge vor 35 Jahren anhand von Presseberichten und Protokollen Revue passieren: Bernhard Gräser, Werner Mühling und er hatten über Weihnachten 1980 lange zwischen Urberach und Amerika hin- und hertelefoniert, ehe sie tatsächlich am 7. Januar 1981 eine Ortsgruppe Andere Liste/Die Grünen gründeten: „Meine Frau hat mal die Telefonrechnung gefunden: 210 Mark!“ – eine lohnende Investition. Breites Grinsen löste auch die Zeitungsmeldung aus: „Bei der Anderen Liste will man keinen Kandidaten besonders herausstellen, wir veröffentlichen deshalb einen Auszug aus dem Gruppenbild.“

Priska Hinz wurde von Roland Kern von „Alternative“ auf „Andere Liste“ korrigiert („da das ‚Alternative’ zur Gründungszeit schon von unseren Kulturschaffenden belegt war“). Sie sprach über die Pläne des Landes zur nachhaltigen Stadtentwicklung und zum Wohnungsbau, erinnerte an die grün besetzten Themen wie Umweltschutz, Sozial- und Flüchtlingspolitik und betonte: „In Rödermark sind die Grünen in der Mitte der Gesellschaft angekommen.“ 80 000 Flüchtlinge in Hessen brauchten aber ebenso wie sozial schwache Bürger bezahlbare Wohnungen als Voraussetzung für Integration. „Vor zwei Jahren haben wir dafür ein Sonderprogramm für Sozialwohnungen in Höhe von über 730 Millionen Euro aufgelegt und gleichzeitig das Wohnraumgesetz geändert“ – die stärkere Förderung für Mietwohnungen statt für Wohneigentum. Zugleich wurden 20 Millionen Euro für Kommunen freigegeben, um kurzfristig ohne lange Planungsphasen bezahlbaren Wohnraum für Flüchtlinge auch ohne Aufenthaltsgenehmigung oder Menschen mit zu niedrigem Einkommen anbieten zu können: „Keine Sozialwohnung wird aus Geldmangel fehlen!“

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