Abschied und Neubeginn im Ober-Röder Ortsgericht

Alfons Maurer hört nach 35 Jahren auf

Wechserl im Ortgserich Ober-Roden. Michael Gottsa folgt auf Alsons Maurer. das Foto zeigt von links Roland Kern, Michael Gotta, Volker Horn, Alfons Maurer, Jörg Rotter.

Rödermark (red) – Abschied und Neubeginn im Ortsgericht Ober-Roden: Während einer kleinen Feierstunde im Amtszimmer von Bürgermeister Roland Kern hat Volker Horn, der Direktor des für Rödermark zuständigen Amtsgerichts Langen, in der vergangenen Woche Alfons Maurer als Vorsteher verabschiedet. Als Dank überreichte er ihm eine Urkunde, verbunden mit dem Dank des Landes Hessen. Nach 35 Jahren in diesem Ehrenamt war für Rödermarks Ehrenbürgermeister die Zeit gekommen, einem Jüngeren Platz zu machen. Der heißt Michael Gotta und engagiert sich im Ortsgericht Rödermark I, wie es offiziell heißt, schon seit 2008, als Schöffe. Im September war er vom Stadtparlament einstimmig zum neuen Vorsteher gewählt worden; nun überreichte ihm Horn die Ernennungsurkunde.

Der Amtsgerichtsdirektor bescheinigte Maurer einen „Erfahrungsschatz, der seinesgleichen sucht in der Region“. Noch während seiner Zeit als Erster Stadtrat hatte der spätere Bürgermeister auch den Vorsitz im Ortsgericht übernommen. „Das war früher auf dem Land überall so: Der Bürgermeister macht auch das Ortsgericht“, sagte Horn. Dass Maurer diese Aufgabe nach seiner Zeit an der Spitze der Verwaltung weiterhin wahrgenommen habe, spreche für seine besondere Verbundenheit mit dem Amt und mit seinem Heimatort. Dass das Ortsgericht Ober-Roden als stabiles, gut funktionierendes Gremium gelte, sei vor allem Alfons Maurer zu verdanken. Michael Gotta trete deshalb ein großes Erbe an.

Er verabschiede sich „mit ein wenig Wehmut“, bekannte Maurer. Dieses Ehrenamt habe ihm stets Freude bereitet; er habe sich aber auch immer auf ein „hervorragendes Team“ verlassen können, in dem Michael Gotta in den vergangenen Jahren mit seinem Sachverstand in Grundstücksangelegenheiten dazu beigetragen habe, dass es nie zu Problemen gekommen sei. „Man hätte keinen besseren Nachfolger finden können!“, betonte Maurer.

„Ich kann bestätigen, dass die Sprechstunden des Ortsgerichts immer optimal vonstatten gingen“, sagte Bürgermeister Roland Kern. Maurer habe stets für eine angenehme Atmosphäre gesorgt. Dass sein Vorgänger das Amt des Vorstehers 35 Jahre lang bekleidet habe, sei eine bemerkenswerte Leistung.

Für das Ortsgericht Ober-Roden mussten neben dem Vorsteher auch neue Schöffen bestimmt werden. Das tat die Stadtverordnetenversammlung am Abend nach der Verabschiedung Maurers. Gewählt wurden Michael Uhe-Wilhelm, der auch die Stellvertretung von Michael Gotta übernehmen wird, sowie Hannelore Röhrig und Rainer Heckwolf.

Ortsgerichte, über die jede Gemeinde verfügt, gibt es deutschlandweit nur in Hessen. Sie haben den Status von Hilfsbehörden der Justiz und sind aufsichtsrechtlich in die Behördenorganisation der Hessischen Landesverwaltung eingebunden. Dienstaufsichtsbehörde des Ortsgerichts ist das jeweilige Amtsgericht. Die Aufgaben umfassen Beglaubigungen von Unterschriften und Abschriften, die Erteilung der Sterbefallanzeige an das Amtsgericht, die Sicherung des Nachlasses, die Mitwirkung bei der Festsetzung und Erhaltung von Grundstücksgrenzen und Schätzungen.

Das Ortsgericht Rödermark I (Ober-Roden) hat seinen Sitz im Rathaus Ober-Roden – Sprechzeit: mittwochs von 17 bis 18 Uhr, Tel. 911-201. Vorsteher des Ortsgerichts Rödermark II (Urberach) ist Peter Müller, der nach Terminvereinbarung unter Telefon 5810 donnerstags zwischen 16 und 18 Uhr zu sprechen ist.

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