Oswald-von-Nell-Breuning Schule verleiht Abiturzeugnisse Anderer Rahmen, gleiche Freude

Für besondere Leistungen im gesamten Abitur wurden geehrt: Paul Olbrich (1,0, von links), Maria Pfeiffer (1,0), Eva Sattlegger (1,0), Maya Tschendel (1,0), Pia Berger (1,3), Lena Hinrichsen (1,3), Dilara Alan (1,3) und Maria Bauer (1,2). Foto: Berker

Rödermark (zsb) – 13 Jahre gelernt und die Schule besucht – das haben die jungen Menschen in Rödermark, die dieses Jahr ihr Abitur absolvierten. Nach 13 Jahren standen sie nun Anfang des Jahres kurz vor den Prüfungen und waren mitten in der intensivsten Lernzeit und plötzlich konnten sie nicht mehr in die Schule gehen.

Durch die Corona-Krise war alles anders. Und doch, trotz veränderter Umstände, konnten die Prüfungen sowohl schriftlich als auch mündlich durchgezogen werden und so halten nun 88 Schüler der Oswald-von-Nell-Breuning Schule ihren Abschluss in den Händen. Dazu kommen zwei, die nun mit dem schulischen Teil der Fachhochschulreife die Schule verlassen.

Üblich ist zu diesem feierlichen Anlass eine große akademische Feier in der Kulturhalle. Leider muss dieses Jahr der Rahmen ein anderer sein, die Schule bemühte sich aber, eine feierliche Atmosphäre zu kreieren, den Wünschen der Schüler zu entsprechen und die Wertschätzung für das Geleistete ebenso groß auszudrücken wie sonst. Denn die Leistung des Abiturs wird durch die Situation keineswegs geschmälert, eher im Gegenteil.

Schulleiterin Christine Döbert ermutigte die jungen Menschen stolz auf ihre Leistung zu sein, den Blick in die Zukunft zu wagen und sich zu engagieren. Die Zeit bringt Herausforderungen mit sich, dessen sind sich alle bewusst, doch mit dem erfolgreichen Abschluss der Schullaufbahn stehen nun viele Türen offen. Auch Oberstufenleiterin Barbara Kühnl spricht den Absolventen Mut zu. Auch dafür, das Positive zu sehen und den Optimismus zu behalten. Die Reden für die Schüler mussten dieses Jahr gleich sechsmal gehalten werden, denn jeder Klasse wurde einzeln das Abitur überreicht. Kein Raum der Schule ist so groß, dass wesentlich mehr Personen auf einmal zugelassen sind.

Im roten Oswald war die Stimmung feierlich, die Schüler wünschen sich lieber eine Gemeinschaft mit ihrer Klasse als getrennt voneinander und dafür mit Eltern. Mit ihren Freunden wurde dieser große Moment geteilt. Auch die Tutoren der Klassen waren stolz auf ihre Schüler und konnten sich so gebührend verabschieden.

Der Jahrgang erreiche einen Gesamtschnitt von 2,24, dazu konnten einige für besonders herausragende Leitungen geehrt werden. Dafür war Bürgermeister Jörg Rotter zu Gast und gratulierte herzlich zum Abitur. Gleich viermal wurde die Bestnote von 1,0 erreicht, einmal eine 1,3 und dreimal der Durchschnitt von 1,3. Zusätzlich wurden Preise und Anerkennungen in den einzelnen Fachbereichen verliehen. Das Certilingua für besondere Sprachkenntnisse und Kompetenzen im europäischen und internationalen Bereich konnte an sechs Schülerinnen und Schüler überreicht werden (Stella Weitz, Maria Pfeiffer, Nils Thorben Beyer, Maria Bauer, Celina Johanna Studt und Iris Wickenhäuser), in ganz Hessen erhielten diese Auszeichnung nur 48 junge Menschen.

Die Evangelische Kirche ehrte für besondere Leistungen an der NBS Maria Bauer und Lena Hinrichsen.

Den Abiturpreis für den Leistungskurs Mathe erhielt Maya Tschendel. Sie bekam außerdem den Preis der deutschen physikalischen Gesellschaft, ebenfalls erhielten diesen Preis Paul Olbrich und Alexander von der Heyde.

Die Schüler des Jahrgang meisterten ihr Abitur mit Bravour und hatten trotz dieses holprigen Abschlusses durch die Corona-Krise noch Glück, denn ihre Abschlussfahrten, Praktika und der ganze Unterricht zur Vorbereitung konnten gewohnt stattfinden.

So blicken die jungen Menschen positiv in eine goldene Zukunft, so sagt es auch ihr Abimotto: Goldene Zeiten – (ganz voll) glanzvoll in die Zukunft.

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