Umweltfreunde Rödermark bestehen seit einem Jahr und hoffen auf weitere Mitstreiter „Eine Art permanenter Gemarkungsputz“

Seit einem Jahr gibt es die Umweltfreunde Rödermark, die auf weitere Mitstreiter hoffen. Foto: p

Rödermark (red) – Seit einem Jahr gibt es die Umweltfreunde Rödermark, die der Vermüllung den Kampf angesagt haben

Keine Geburtstagstorte, kein Innehalten, business as usual. Denn am liebsten wäre es der Gruppe, wenn sie nicht jeden zweiten Samstag im Monat zusammenkommen müsste, um den Dreck einzusammeln, den rücksichtslose oder einfach achtlose Menschen an Straßenrändern, auf Gehwegen, in Wald, Feld und Flur hinterlassen. Doch das ist auch ein Jahr, nachdem sich die Umweltfreunde Rödermark gegründet haben, nicht abzusehen.

„Wir machen so eine Art permanenten Gemarkungsputz, den wir über die Medien wie auch über Facebook kommunizieren und der wetterunabhängig stattfindet. Weil wir gemerkt haben, dass die jährlich einmalige städtische Aktion für ein sauberes Rödermark einfach nicht ausreicht“, erläutert Michael Ihm. Bester Beweis dafür sind die Zahlen: Alleine beim letzten Termin kamen wieder mehr als 200 Kilogramm Müll zusammen; von der ersten Sammelaktion bis zur Corona-Pause waren es rund zwei Tonnen.

Wie kam es zu den Umweltfreunden? Ihm hatte sich beim Spazieren gehen schon lange geärgert über den allgegenwärtigen Unrat. Von Bekannten in Heusenstamm wusste er, dass es dort die „Naturengel“ gibt. Deren Einsatz für eine saubere Stadt schaute sich Ihm an und kam mit der Gewissheit zurück, dass man eine solche Initiative auch in Rödermark ins Leben rufen könnte. Er setzte sich mit Jessica Löbl von der Stadtverwaltung in Verbindung, denn einfach so Müll sammeln und dann bei der Stadt anrufen und um Abholung der Säcke bitten, geht natürlich nicht. Löbl sagte erfreut ihre Unterstützung zu, und dann konnte es losgehen. Zunächst mit „zwei, drei Leuten aus dem Bekanntenkreis“, so Ihm, „die auch nicht länger zuschauen wollten, wie unsere Umgebung immer mehr verschandelt wird“. Und das zunächst auch nur einmal im Monat. Mittlerweile ist die Gruppe auf zehn bis zwölf Ehrenamtliche angewachsen, die auch beim Naturschutzbund mit anpacken. „Wir wollen einfach unsere Umwelt für die nächste Generation erhalten“, begründet Michael Ihm das Engagement. „Wir sind überparteilich und wollen das Umweltbewusstsein jeder Generation wecken. Deshalb ist auch jeder bei uns willkommen.“ Was motiviert die Gruppe? Ihm und Nicole Rauschenberger, die ihm von Anfang an zur Seite stand, nennen mehrere Gründe: „Etwas Gutes für die Natur, die Umwelt, die Tiere zu machen. Den Menschen aufzuzeigen, dass auch ein kleiner Beitrag hilft, die Natur zu erhalten. Die Jugend zu begeistern und über so manchen Lebenswandel nachzudenken. Sehen, wie sich das eigene Leben verändert, etwa durch nachhaltige Produkte. Sich an der Natur erfreuen, und wenn es noch so kleine Erfolge sind die wir geschafft haben. Dass man nicht allein ist und es immer mehr werden, die unsere Vision unterstützen. Dass wir es geschafft haben viele Einzelkämpfer zu vereinen. Denn nur in der Gemeinschaft ist man stark.“

Förderer und Unterstützer sind stets willkommen- etwa mit Material, Aushängen und Auslage von Flyern. Freuen würden sich die Umweltfreunde auch über zusätzliche Mitstreiter.

Sie sollten, wenn möglich, Handschuhe, Müllgreifer und Müllsäcke mitbringen.

Aber die gibt es notfalls auch am Treffpunkt jeden zweiten Samstag im Monat um 9.30 Uhr am Badehaus. Kinder können gerne mitgebracht werden, Umweltbewusstsein wird so früh geweckt.

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