Kreis unterstützt die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen Bienenvölker unterm Baum bestäuben Blüten

Die Bienen von Tanja Behre helfen der Natur beim Bestäuben der Apfelbäume. Künftige Äppler-Genießer sollten es ihr danken. Die Stöcke hat Behre auf dem Streuobstwiesen-Gelände aufgestellt. Foto: Ziesecke

Rödermark (chz) – Am Kallemannsberg im Westen von Urberach, am verlängerten Bergweg, liegt eine der letzte große Rödermärker Streuobstwiesen. Sie hat eine lange und wechselvolle Geschichte, wie sich sogar die Erste Kreisbeigeordnete und damit für die Untere Naturschutzbehörde verantwortliche Claudia Jäger erinnert.

2007 hatte der damalige Nabu-Vorsitzende Werner Weber nach langen Diskussionen mit dem „Aufräumen“ auf diesen zumeist schon lange nicht mehr bewirtschafteten privaten Grundstücken begonnen. Mit Motorsensen und Baumscheren sind Zivildienstleistende des Naturschutzbundes (Nabu) dem Wildwuchs zuleibe gerückt.

Drei der insgesamt 22 Hektar Land sind auf diese Weise bis heute zu (fachgerecht nachgeholfenen) Biotopen geworden, wie der derzeitige Nabu-Vorsitzende Rüdiger Werner es bei einer Ortsbesichtigung schildert.

Viel zum Wiederaufbau der Streuobstkultur leisten dabei die Bienen von Tanja Behre: Die Waldackerer Hobbyimkerin hat gemeinsam mit ihrem Mann in Absprache mit Nabu und Naturschutzbehörde einige Bienenstöcke hier stehen und erst in den letzten Tagen eingefangene Völker etwa neu hier ausgesiedelt.

Vor Claudia Jäger und für die Streuobstgebiete zuständigen Mitarbeitern der Unteren Naturschutzbehörde rund um Ulrike Schmittner zeigt sie ganz praktisch, wie derzeit der Stand in den Bienenstöcken ist und erklärt, dass die Völker für Spaziergänger völlig ungefährlich sind, solange sie sich den Bienenstöcken nicht zu sehr nähern.

Auf dieser Wiese wird also ein Teil des kommenden Jahrgangs des Rödermärker Äpplers entstehen – seit der Schließung der Kelterei Schwarzkopf weitgehend von den Familien Hofmann und Weckesser und ihren Freunden sowie von den Jungkelterern Tim Lotz und André Lang in der Wagnerstraße weitergetragen.

Dass diese Grundlage wie etwa die Kallemannschen Streuobstwiesen weiter bestehen und finanziert werden können, dafür setzt sich Kreisbeigeordnete Claudia Jäger mit Finanzhilfen ein. „Um die vorhandenen Fördermittel noch zielgerichteter einsetzen zu können, haben wir nach der Kartierung ein Kernflächenkonzept für Streuobstwiesen entwickelt“, führt die Umweltdezernentin aus. Zu diesen Kernflächen zählt auch das Urberacher Gelände, auf dem schrittweise drei Hektar entbuscht, fachgerecht beschnitten, gemäht und nachgepflanzt und teilweise sogar mit Pferden beweidet werden.

Seit einigen Jahren hat der Nabu selbst eine Fläche von über einem halben Hektar von Privateigentümern gepachtet und bewirtschaftet das mit vom Kreis mitfinanzierten Mitarbeitern im Bundesfreiwilligendienst.

Doch leider fehlt es im Freiwilligenbereich an Nachwuchs: Wer für die nächsten Monate noch unschlüssig ist und Interesse an der Natur hat, sollte sich rasch bei Rüdiger Werner melden, Telefon 06074 922356, E-Mail rue.werner[at]t-online[dot]de

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