Rödermark: Erster Kandidat steht fest Falk will auf den Chefsessel im Rathaus

Sofern es in Rödermark in 2019 zu einer Bürgermeisterwahl kommt, kandidiert Dr. Karsten Falk, im Hintergrund Matthias Hallmann, einer der Unterstützer im Freundeskreis. Foto: Pulwey

Rödermark (pul) – Bei einer möglichen Bürgermeisterwahl in Rödermark wird Karsten Falk für das Amt kandidieren. Zur Pressekonferenz lud der speziell für die Unterstützung des Kandidaten gegründete Freundes- und Unterstützerkreis ein. Im Bücherturm stellte sich der promovierte Dipl. Ing. der Chemie Karsten Falk mit seiner Vita vor: Falk ist Jahrgang 1971, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Wohnort ist Nieder-Roden, seine Wurzel hat er in Ober-Roden, er besuchte die Trinkbornschule, später machte erin Heusenstamm Abitur.

Grund- und Hauptstudium absolvierte er an TH Darmstadt mit dem Abschluss als Dipl.-Ing. der Chemie. Vielen ist Falk bekannt aus seinen ehrenamtlichen Tätigkeiten in der evangelischen Kirche Ober-Roden, im VC Ober-Roden, beim Gefahrenabwehrstab des Kreises und bei der Johanniter-Unfall-Hilfe. Insgesamt war Rödermark 33 Jahre lang sein Wohnort.

In der Pressemitteilung wurde auf die Aussage des amtierenden Bürgermeisters Roland Kern hingewiesen, der bei der letzten Wahl über seine Absicht informierte, nicht die gesamte Legislaturperiode im Amt bleiben zu wollen. Somit müsste es im Februar 2019 zur Wahl kommen. Matthias Hallmann vom Freundes- und Unterstützerkreis wies auf diesen Schwebezustand hin,: „Wir wollen vorbereitet sein für Wahlen, wissen nicht, ob diese stattfinden. Wir sind auf die Suche nach einem Kandidaten gegangen, damit im Frühjahr, falls es so weit käme, eine Wahl stattfinden kann“.

Falk hat noch kein Wahlprogramm. Er stellt die Frage: Was wollen die Bürger der Stadt?

Gespräche wird er suchen in der 28.000-köpfigen Bevölkerung. „Ich hoffe genug überzeugen zu können, die ihr Kreuzchen hinter meinem Namen machen“. Mit Akteuren, Vereinen und Unternehmern wird er reden, was sind die Belange, die am meisten drücken, „so wird das Programm wachsen“.

In der Pressekonferenz wurden vom angehenden Kandidaten die Themen Bildung/Schulstandort, Finanzen/Einkommensteuer/Gewerbesteuer und neu zu planende Gebiete angesprochen.

Sein Slogan ist: parteilos - unabhängig - bürgerlich.

Zu seiner Parteilosigkeit fasst Falk zusammen: „Man muss die Dinge angehen, wie man sie vorfindet, und sich entsprechend daran entlang arbeiten, und wenn man keinen Parteizwängen unterliegt, sehe ich das als Chance und dass ich politisch unvorbelastet rangehen kann“. „Ich habe kein Parteibuch und ich werde auch kein Parteibuch annehmen, ich stehe nur zur Verfügung als unabhängiger Kandidat“. Man könne sich aus den Programmen der Parteien, landesweit und bundesweit, das herausnehmen, von dem man sagt: das funktioniert. Falk bezeichnet sich als pragmatisch-realpolitisch.

In Bezug auf Rödermark sieht er viele Baustellen. Als Beispiel nannte er den Paramount-Park. Es gebe genug Arbeit, man müsse sie nur annehmen.

Das Thema Finanzen werde über allem stehen, „da braucht man gute Ideen für, das wird den neuen Bürgermeister in den nächsten zehn bis zwölf Jahren beschäftigen“.

Die Einkommensteuer und Gewerbesteuer seien die Schrauben, an denen man drehen könne und müsse, wenn man die Stadt finanziell neu aufstellen wolle. Damit seien aber keine Steuererhöhungen gemeint. Es gehe darum, Gebiete neu zu planen, die freiliegenden Flächen für Gewerbe zu nutzen. Rödermark müsse attraktiv bleiben, es komme keiner in eine Stadt, die nicht schön sei, die keinen Freizeit- und Naherholungswert biete, es könne nicht die Lösung sein, das Areal zwischen Ober-Roden und Urberach mit Gewerbe zuzubauen.

Im Bereich der Bildung müsse einiges getan werden. Es gebe einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, dass eine weiterführende Schule angesiedelt werden solle, aber es passiere nichts. Der zuständige Kreis müsse weitere Plätze schaffen, denn die Nell-Breuning-Schule ist „nachdem was ich mitbekommen habe“ randvoll, sonst würden die Kinder nicht auspendeln.

Auf Nachfrage zu seiner politischen Weltsicht sagte Falk: „Ich stehe deutlich in der Mitte, ganz weit weg von extremen Flügeln, es braucht immer ein bisschen Tradition, es braucht immer ein bisschen konservative Einstellung, aber dem darf man sich nicht unterwerfen.“ Ob man das als liberal-konservativ ansehen wolle, ließ er offen.

Der Freundes- und Unterstützerkreis wurde extra gegründet, um den Bürgermeisterkandidaten zu unterstützen. Er hat zur Zeit zehn Mitglieder, weitere sind willkommen.

Matthias Hallmann vom Freundes- und Unterstützerkreis erklärte das „Warum“ der frühzeitgen Kandidatur: „Wir wollen vorbereitet sein für Wahlen, wissen nicht, ob diese stattfinden. Wir sind auf die Suche nach einem Kandidaten gegangen, damit im Frühjahr, falls es so weit käme, eine Wahl stattfinden kann, und nicht wie es schon öfters Mal in Rödermark gewesen ist, eine Mauscheleien zwischen Parteien stattfindet. Es soll dem Bürger anheim stehen, eine Wahl durchzuführen“. Hintergrund ist die Aussage Bürgermeister Kerns, nach der Hälfte seiner Amtszeit den Weg für Neuwahlen freizumachen, damit Bürgermeisterwahl und Wahl des ersten Stadtrats zeitnah stattfinden können. Dies ist in 2019 der Fall.

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