Begeisternde Sitzung der Turngemeinde Ober-Roden Fest in närrischer Hand

Die Prinzliche Hofgarde hat drei neue Mitglieder gewonnen und einen neuen Major: Jörg Rotter (rechts). Foto: Berker

Rödermark (zsb) – „Nun ist es endlich wieder soweit, jetzt ist sie wieder da, die närrische Zeit.“ Und mit der ersten Fremdensitzung der TG Ober-Roden wurde sie am 2. Februar mit dreifach donnerndem Helau begrüßt.

Ein unterhaltsamer, bunter Abend stand der Narrenschar bevor mit Tanz, Witz und Musik. Doch zuerst wurde auf der Bühne das neue Prinzenpaar inthronisiert. Die Ehre im 111. Geburtstagsjahr der TG die närrische Herrschaft zu tragen, haben Michael II. und Antje I. und das Kinderprinzenpaar Max I. und Dascha I. Die Insignien wurden ihnen übergeben, von einem Prinzenpaar, das „alle Schranken einriss“: Heinz II. und Sarina I. aus der letzten Kampagne.

Als Weber Enkel ist es kein Wunder, dass der sportliche Kinderprinz Max direkt mit Elan dabei ist. Dascha Litke stand nicht nur als Prinzessin auf der Bühne, sondern zeigte außerdem beim Midi Jazz ihr Können. Prinz und Prinzessin aus dem Hause Frank sind bekannt wie ein bunter Hund. Als Getränkelieferant sorgt Michael I. schon seit langen Jahren für die TG Getränke. Nicht direkt wollte er Prinz werden, doch seine Prinzessin Antje I., mit der er gemeinsam in der Pfarrgasse wohnt, hatte ihn schnell überzeugt und nun ist er froh darum. Als Minister vom Fass und Herzog aus dem Kern vom Ort wurde er vom Sitzungspräsidenten Sascha Reisert ernannt.

Die Restaurantfachfrau Antje I. stammt aus der schwäbischen Ecke und hat sich vor rund 20 Jahren richtig entschieden, nach Rödermark zu ziehen. So wurde sie vorgestellt als Proviantmeisterin und erste Fürstin der hessisch-schwäbischen Fassenacht.

Zum wirklich letzten Mal wurde außerdem von Bürgermeister Kern mit großem Ohje der goldene Schlüssel überreicht. Im Protokoll blickte Sascha Reisert auf das vergangene Jahr zurück. Eine Fußballmannschaft, die keinen Bock aufs Siegen hatte und ein Sommer von April bis Oktober. Schon stehen wieder Bürgermeisterwahlen an und Sascha erzählte, wen man da so (nicht) wählen kann. Auch Michi aus der Reisert Familie widmete sich den politischen Geschehnissen. Bei der TG herrsche sowieso eine „Demokalli“, in der Kalli Weber im geheimen über Prinzenpaar und mehr bestimmt. Doch für die Stadt wird überlegt: Ich mach Rödermark wieder stark, Michi Reisert für Rödermark. Auch der dritte der Reisert Brüder stand wie jedes Jahr in der Bütt. Boris berichtete allerdings in seinem Stil über seinen Vater, der hinter ihm in Elferrat saß. Schlagwort des Ganzen: Was ist es so anstrengend ein Rentner zu sein. Die Halle fieberte mit und lachte auch über Witze von Helmut Schad alias Doof Nuss und Hiltrud Hufnagel (Petra Giesel), die über Freunde, die ihr stinken, erzählte. In Owweräirer Dialekt gaben Kalli Huss und Norbert Köhler drei Lieder zum Besten, die sofort alle zum Singen brachten.

Mit Tanz beeindruckten die vielen jungen Tänzerinnen. Die kleinsten der Mini Garde als Party Astronautinnen und dann weiter in den Altersklassen die Midi Garde und die Prinzengarde. Auch die Jazz Gruppen werden jedes Jahr besser. Midi Jazz, Jazz Nachwuchs und schließlich die Street-Life Dancers brauchen sich um Nachwuchs nicht zu sorgen. Eine ganz andere Kunst des Tanzens bewiesen die Majoretten in Polizistinnen Kostümen und tanzen sogar im Dunkeln mit Neon Effekten. Begeisternd auch wieder: Die Prinzliche Hofgarde mit neuen Mitgliedern und ihrem neuem Major Jörg Rotter.

Im besonderen Jubiläumsjahr der TG standen einige Ehrungen an. Dabei gingen die Jubiläen weit über die möglichen Orden der Fastnacht hinaus. 1 mal 11 Jahre feierten Elfer André Pradel, Tänzerin Kassandra Muth und Sascha Reisert, der nun schon seit 11 Jahren Präsident ist. Als Orden gab es dafür die silberne Flamme. Das goldene Fließ für 3 mal 11 Jahre erhielt Elferrats Mitglied Jochen Weiland. Da hörte es bei der TG jedoch nicht auf: 4 mal 11 Jahre ist Herbert Pradel nun im Elferrat. Steigern konnte dies nur ein Mann, der in der TG Fastnacht nicht wegzudenken ist und schon von Beginn an dabei war: Karlheinz (Kalli) Weber, der für 5 mal 11 Jahre ausgezeichnet wurde.

Während der Sitzung wurde zu Musik von Sängerin Lara Schröder, zu den Fastnachtsängern und dem TG Musikzug, sowie natürlich der Kapelle Kiwis gefeiert, nach Ende ging es dann in den Keller, denn die Feier war noch lange nicht vorüber.

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