AL-Grüne erinnern an Renaturierung der Rodau vor zehn Jahren Flüsschen durfte vor zehn Jahren in sein altes Bett zurück

In den 30er Jahren wurde die Rodau begradigt. Vor zehn Jahren begann man dann, das Flüsschen zu renaturieren. Foto: p

Rödermark (red) – Am 2. Oktober 2009 war es so weit: 27 Jahre nach der ersten parlamentarischen Initiative der Anderen Liste Rödermark (AL/Grüne) wurde der erste Abschnitt der in den 30er Jahren begradigten Rodau am Oberwiesenweg in Höhe der Kinder- und Jugendfarm renaturiert, das heißt so umgeleitet, dass sich der Bach in einem dem früheren Verlauf angeglichenen Bett durch die Landschaft schlängeln konnte. Mit drei Baggerschaufeln voll Erde, die er in das alte Bachbett bugsierte, gab der damalige Bürgermeister Roland Kern dem in Urberach hinter dem RWE-Gelände entsprin-genden Bach die neue bzw. alte Richtung vor.

Bei der Radtour der AL am vergangenen Mittwoch erinnerte der Bürgermeister a.D. an die jahrelangen Bemühungen und Planungen, die letztlich in den Zuwendungs-bescheid des Landes Hessen vom 18. Dezember 2008 über den Betrag von 439.130,- € mündeten. 30% der Kosten mussten seinerzeit noch von der Stadt selbst getragen werden.

Das Ereignis vom 2. Oktober 2009 ist übrigens in einem zehnminütigen Filmchen, produziert von Ulrich Hartmann unter „Die ‚Grüne Mitte‘ in Rödermark“, auf Youtube abrufbar. Hierbei können auch die verschiedenen Vegetationsperioden bis Frühjahr 2011 betrachtet und mit der heutigen Landschaftssituation verglichen werden.

Weitere Station auf der AL-Radtour rodauabwärts war der zweite Abschnitt der Renaturierung, der am 27. Mai diesen Jahres kurz vor der Rödermarkringbrücke umgesetzt wurde. Für diese Maßnahme musste die Stadt keinen finanziellen Beitrag leisten, weil sämtliche Kosten aus Mitteln der naturschutzrechtlichen Ausgleichsabgabe des Kreises Offenbach bestritten wurden.

Gerade in diesem Sommer war dieses Teilstück beliebtes Ziel von Familien mit Kindern, die an den heißen Tagen dort ein wunderbares Stranderlebnis hatten. Außerdem verweist die AL nochmals darauf, dass dank der renaturierten Abschnitte die Gefahr von Überschwemmungen in den bebauten Ortslagen Ober-Rodens erheblich geringer geworden ist. Dadurch seien auch immense Mittel für ursprünglich geplante Regenrückhaltemaßnahmen eingespart worden. In diesem Sinne sollten im weiteren Verlauf der Rodau die Renaturierungsmaßnahmen fortgesetzt werden.

Letzte Station der AL-Rodautour war schließlich die seit dem Rödermarkfestival 2007 bestehende Weidenkirche und der dortige Wegfall der maroden Kanalrohrbrücke. Nach kurzer Einführung in die Thematik durch den Vorsitzenden der AL/Grünen-Fraktion Stefan Gerl sprachen sich die Teilnehmer einhellig für die schon von der Verwaltung ins Auge gefasste Lösung aus, nämlich den Bau eines Holzstegs für Fußgänger und Radfahrer auf einer Stahlkonstruktion.

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