Bürgerempfang mit Einbürgerungsfeier

Heimat für Menschen aus der ganzen Welt

Der Moment der Urkunden-Übergabe macht Daniel Azimi zum Deutschen Staatsbürger. Foto: Berker

Rödermark (zsb) – „Wir sind Europa“- eine Aussage und ein Gefühl mit viel Tragweite, welches am Sonntag beim Bürgerempfang in der Kulturhalle spürbar wurde. Mit passender Musik von der Europa-Songgruppe der Oswald-von-Nell-Breuning-Schule wurde eröffnet und auch weiter durchs Programm geleitet. Mit Liedern in vielen europäischen Sprachen und der Hymne der Hessischen Europaschulen wurde der Schwerpunkt des Treffens deutlich.

Rund um Europa ging es auch in der Begrüßungsrede von Bürgermeister Roland Kern. Außerdem wurden CDU Bundestagsabgeordnete Patricia Lips, Lucia Puttrich, Hessische Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, und viele weitere Ehrengäste willkommen geheißen. Gemeinsam wurde voraus geblickt auf das nächste Jahr, in dem vom 8. bis 10. März das Festival „Kultur ohne Grenzen- Frieden und Freiheit in Europa“ ansteht. Die dazugehörige Flagge war auf der Bühne der Kulturhalle zum ersten Mal zu sehen.

Auch Lucia Puttrich widmete sich Europa und sprach Lob aus, erwähnte aber auch konfliktbelastete Aspekte, wie den Brexit. Ihre Devise: Gemeinsam kann man es besser und den Blick mit Freude und Dankbarkeit nach vorn richten.

Ein Höhepunkt des Vormittages im Mai (dem Geburtsmonat der Verfassung im Übrigen) war sicherlich die Begrüßung der 44 Rödermärker, die im letzten Jahr ihre Deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatten. Dazu gehört nun seit Sonntag auch der 2001 geborene Daniel Azimi aus Afghanistan. Live wurde seine Urkunde von Lucia Puttrich und Roland Kern unterzeichnet und überreicht. Ein sehr besonderer Moment auch für alle anderen Anwesenden. Weiter ging es mit Blasmusik vom Musikverein 03 Ober-Roden.

Im Anschluss wurde von Ulrike Vierheller, Integrationsbeauftragte der Stadt Rödermark, und Roland Kern zum neunten Mal der Integrationsförderpreis verliehen. Über die Anerkennung und finanzielle Unterstützung freuen durfte sich das Netzwerk für Flüchtlinge Rödermark mit der Vorsitzenden Brigitte Speidel-Frey. „Wie können wir gemeinsam- Geflüchtete und Rödermärker Bürger – eine friedliche Gesellschaft weiter entwickeln, in der wir voneinander lernen und in der wir uns gegenseitig unterstützen?“ ist die Frage, mit der sich das Netzwerk beschäftigt und der Titel des Siegerprojektes.

Am 30. Juni 18 von 13 bis 17 Uhr sind alle Rödermärker zu einem Treffen in der Kelterscheune eingeladen um miteinander ins Gespräch zu kommen. Themen in der Arbeit mit geflüchteten Menschen sind vor allem Sprache, Arbeit, Wohnen und das „normale Leben“.

Das zweite nominierte Projekt entstammt einer privaten Initiative von Mareike Grün und Sylvia Baumer und trägt den Titel „Vielfalt auf Augenhöhe“. Erfreulicherweise ist auch dieses nicht leer ausgegangen, denn die Sparkasse Dieburg hat sich dazu entschlossen, es ebenfalls zu fördern. Zum Abschluss des Bürgerempfangs wurde vom MV 03 die Nationalhymne gespielt und zuletzt gemeinsam die Europahymne gesungen. Wie Lucia Puttrich in ihrer Rede Bezug nahm auf eine Aussage von Muhterem Aras (Landtagspräsidentin Baden-Württemberg), braucht keine Angst vor dem Begriff der Heimat zu bestehen, denn Heimat ist Vielfalt.

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