Deutsch-Türkischer Freundschaftsverein mit neuem Vorstand Mit Hoffnung geht es ins neue Jahr

Der neu gewählte Vorstand übt sich in „Maske runter, Luft anhalten, Maske auf“ : Beisitzer Kamber Gök (von links), Bayram Yagmur, Hidir Karademir, neuer Vize-Vorsitzender Mustafa Basak-Richter, Vize-Vorsitzende Meryem Yagmur, Schriftführer Karl-Heinz Oberfranz, Kassiererin Selin Karademir, Beisitzer Ufuk Çavus, Vorsitzender Selahattin Karademir. Foto: p

Rödermark (red) – 30-jähriges Bestehen hätte der DTF gern in diesem Jahr gefeiert. Aber nicht nur dieses Zwischen-Jubiläum fiel den Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie zum Opfer. Seit über einem halben Jahr konnte eigentlich nichts Geplantes mehr ins Werk gesetzt werden, trotz immer wieder hoffnungsvoll angesetzter Sitzungs- und Veranstaltungstermine. Die turnusmäßige Mitgliederversammlung wählte kürzlich einen neue Vorstand.

Genauso überschaubar wie die derzeitigen Handlungsspielräume des Vereins waren auch die personellen Veränderungen, eher kleine Rochaden als große Wechsel. Zwar ist es seit langem Brauch, die Mitglieder mit einem üppigen Frühstücksbüffet zur Neuwahl des Vorstands zu locken, aber auch dies wäre durch kein zumutbares Hygienekonzept umsetzbar gewesen und wurde durch ein Minimalangebot an Erfrischungsgetränken ersetzt, ergänzt durch reichlich Desinfektionsmittel. Zwar wurde auch so die Beschlussfähigkeit problemlos erreicht. Aber eine freundschaftlich lockere Atmosphäre wie all die Jahre zuvor kam kaum auf. Der Jahrestreff des DTF verlief meist doch in gewohnten Bahnen: Rechenschaftsberichte entgegen nehmen und diskutieren, Vorstand wählen, beides in Rekordtempo, Ausblick ins neue Geschäftsjahr gewähren. Die Vorstandsneuwahl ist geprägt durch personelle Kontinuität, was auf weiter routinierte Erledigung doch meist wiederkehrender Aufgaben hoffen lässt. Selahattin Karademir berichtete über ein vom Start weg arbeitsreiches Geschäftsjahr, in dessen zweiter Hälfte das vielfältige Engagement dieses mit zurzeit knapp 70 Mitgliedern immer noch kleinen Vereins pandemisch bedingt arg ausgebremst wurde. Dass der Verein nach wie vor über kein eigenes Domizil verfügt, aber in der Vielfalt vorhandener, vor allem kommunaler Räume immer ein Dach über dem Kopf für seine Angebote fand, spielte zum Ende des alten Geschäftsjahres kaum noch eine Rolle. Von vielen ehrgeizig geplanten Veranstaltungen war die einzige noch realisierte der Comedy-Abend mit Tan Caglar in Kooperation mit dem AZ Rödermark im Oktober. Nicht einmal das Sommerfest konnte über die Waldfestplatz-Bühne gehen, keine Ausflüge, Eltern-Seminare, Dichterlesungen, Ausstellungen, keine Ableger des jährlichen Frankfurter Türkischen Filmfestivals fanden statt. Neuer Vorsitzender wurde der alte: Selahattin Karademir.

In der Vereinsspitze gibt es einen Neuzugang: Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Vereinsplenum Mustafa Basak Richter. Weitere Änderungen: Meryem Yagmur, bisher Beisitzerin, wurde ebenfalls stellvertretende Vorsitzende, und die bisherige Beisitzerin Selin Karademir übernahm die Kassenführung von Ezgi Çavus, die aus dem Vorstand ausschied. Als Schriftführer setzt Karl-Heinz Oberfranz seine Arbeit weitere zwei Jahre fort und betreut auch die Presse. Zu Beisitzern wurden Kamber Gök, Hidir Karasdemir, Ufuk Çavus und Bayram Yagmur gewählt, zu Kassenprüfern Hydar Çavus und Roland Kern. Selahattin Karademir schloss nach einer knappen Stunde die kürzeste Mitgliederversammlung in der Vereinsgeschichte.

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