Japanische Professoren informierten sich über das Rödermärker Modell der Kinderspielstadt Jugendabteilung hat Gäste aus Fernost

Jugendabteilung begrüßte Gäste aus Fernost, das Foto zeigt (von links) Dolmetscherin Eyup Demir, Professorin Kawano, Professor Ogushi, Stephi Grabs, Maria Schmitt-Küchler (Leiterin Fachbereich Kinder) und Ersten Stadtrat Jörg Rotter. Foto: p

Rödermark (red) – Gäste aus dem Fernen Osten begrüßten Erster Stadtrat Jörg Rotter sowie Stephi Grabs und Eyup Demir von der städtischen Jugendabteilung am vergangenen Montag im Jugendzentrum Ober-Roden: Professor Ryukichi Ogushi vom Institut für Sozialpädagogik der Tokyo Metropolitan University und seine Kollegin Prof. Asuka Kawano von der Nagoya University hatten den Kontakt gesucht, um mehr über das Rödermärker Konzept der Kinderspielstadt zu erfahren. Ogushi kommt seit vielen Jahren immer wieder nach Deutschland, um sich über Themen der Jugendarbeit, der Berufswegebegleitung und der Sozialarbeit zu informieren. Begleitet wurden die beiden Hochschullehrer von Dolmetscherin Dr. Heike Patzschke.

Kinderspielstädte gibt es auch in Japan. Im Laufe der Diskussion zeigte sich aber, dass die beiden Modelle zwar vom Grundgedanken her gleich sind und ähnliche Ziele verfolgen, aber in der jeweiligen Ausgestaltung Unterschiede bestehen. In Japan dauern sie in der Regel nur zwei Tage und werden vom Staat in Zusammenarbeit mit Universitäten angeboten, wobei die Studierenden als Betreuer mitwirken. Professor Ogushi berichtete von einer Kinderspielstadt an seinem Institut, bei der an den beiden Tagen rund 500 Kinder mitmachen.

Wie in Deutschland geht es darum, Kinder an demokratische Strukturen und Mitbestimmung heranzuführen. Dass man sich in Rödermark dafür zwei Wochen Zeit nimmt, erklärte Stephi Grabs mit der Tatsache, dass die Kinderspielstadt auch als Betreuungsangebot für die Ferienzeit gedacht ist. In Japan, so Ogushi und Kawano, können die Kinder auch während der Ferien im Hort betreut werden. Die Kinderspielstadt ist ein zusätzliches Angebot. Grabs und Demir machten aber auch deutlich, dass die Kinder mehr lernen, wenn sie die Prozesse in einer Spielstadt über einen längeren Zeitraum miterleben können. Wissen wollten die beiden Professoren auch, wie die Rödermärker Jugendabteilung Kinder mit ausländischen Wurzeln für die Teilnahme erreicht: über Ehrenamtliche des Netzwerks für Flüchtlinge, die Schulsozialarbeit und die offene Jugendarbeit. „Leider konnte ich gar nicht so viele Fragen stellen, wie ich eigentlich gehabt hätte, da die Gäste am frühen Nachmittag in Richtung Kassel weitergefahren sind“, berichtete Stephi Grabs abschließend.

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