Abschlussübung an der TS-Halle beendete den Berufsfeuerwehrtag Jugendfeuerwehr Ober-Roden probt den Ernstfall

Die Jugend der Feuerwehr Ober-Roden löscht bei der Übung am Berufsfeuertag mit mehreren Schläuchen das „Feuer“. Foto: p

Rödermark (red) – Dichter Rauch quoll schon aus den Fenstern, als die Ober-Röder Jugendfeuerwehr am vergangenen Samstagnachmittag mit mehreren Fahrzeugen an der TS-Halle in der Friedrich-Ebert-Straße eintraf. Schnell wurden die Löschwagen in Position gebracht, Schläuche wurden ausgerollt und angeschlossen, Rettungstrupps mit Atemgerät formierten sich. Es war glücklicherweise nicht der Ernstfall, aber eine Probe, die es in sich hatte. Für die Jugendfeuerwehr war es die Jahresabschlussübung, mit der zudem noch der Berufsfeuerwehrtag der Ober-Röder Nachwuchsbrandschützer beendet wurde.

Die Ausbilder um Einsatzleiter Merlin Rebel hatten folgendes Szenario vorbereitet: Im oberen Bereich der Halle war ein Feuer ausgebrochen, das sich auf das Dach ausbreitete. Im Gebäude wurden noch Menschen vermisst. Mehrere Trupps drangen zum Innenangriff und zur Rettung der Vermissten in die Halle vor. Weitere Trupps löschten das Gebäude von außen.

Nach fast 24 Stunden und elf Einsätzen waren die mehr als 20 Jungen und Mädchen, aber auch die zehn Ausbilder, die das Wochenende zusammen mit Helfern aus den Reihen der Einsatzabteilung vorbereitet und begleitet hatten, rechtschaffen müde. Der Berufsfeuerwehrtag hatte ihnen alles abverlangt.

Diesmal begann schon der späte Freitagnachmittag mit einem Einsatz. Kurz nachdem sich die Kinder und ihre Ausbilder im Feuerwehrhaus getroffen hatten, ertönte schon ein Gong und es ertönte eine Durchsage: „F1 – Brandnachschau“! Am 50. Breitengrad in Waldacker wurde herumliegendes Brandgut zur Sicherheit noch einmal abgelöscht. Direkt danach wurde die Truppe in die Otzbergstraße gerufen, wo eine Ölspur beseitigt werden musste. Auf dem Weg ins Feuerwehrhaus wurden die jungen Brandschützer noch einmal gebraucht: „Tragehilfe für den Rettungsdienst“ lautete das Stichwort. Nach dem Abendessen ging es ohne größere Pause weiter: Pkw-Brand an der Buswendeschleife in Messenhausen, Verkehrsunfall in der Carl-Zeiss-Straße mit einer eingeklemmten Person.

Die Nacht auf den Feldbetten im Lehrsaal des Feuerwehrhauses war recht kurz: 6.30 Uhr, Alarm, Stichwort „Feuerschein“. Im Heiligtenweg musste brennender Unrat gelöscht werden. Von dort war es nicht weit zum Rodau-Parkplatz an der Rilkestraße, wo aus einem Anhänger eine grünliche Flüssigkeit auslief.

Das anschließende Frühstück fiel kurz aus, denn dann rief der Alarm die Jugendtruppe zur Katzenrettung, anschließend mussten nach einem weiteren Unfall Öl und Glassplitter beseitigt werden, ehe in einer ehemaligen Schreinerei in der Hermann-Ehlers-Straße ein kleineres Feuer zu löschen war.

Ihr Mittagessen hatten sich die Floriansjünger danach redlich verdient. Und dann stand ja auch noch die große Abschlussübung an der TS-Halle auf dem Plan.

Für die Kinder und Jugendlichen ist die Zeit der Übungen nun erst einmal beendet. Im Winterhalbjahr geht es im Feuerwehrhaus um die Theorie, es wird gespielt, gebastelt und Sport getrieben.

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