Abwechslungsreiches Sommersonderprogramm in der schulfreien Zeit Miethühner machen Ferien auf der Farm

Faszinierend für alle Mädchen und Buben war eine Farmpremiere: „Rent-a-Huhn“. Foto: Stadt Rödermark/p

Rödermark (red) – Zehn Mädchenhände matschen in einer großen Schüssel, die nasse Erde wird schön durchgewalkt, in abgeschnittene und bemalte Tetra-Paks gefüllt, und dann wird Kresse eingepflanzt. Fertig ist ein kleiner Gemüsetopf. Das macht Spaß, ist nachhaltig und passt ins Konzept der Kinder- und Jugendfarm, wo für etwa 25 Kinder die Ferienspielwochen des Farmvereins zu Ende gingen.

Dessen Angebot war wie immer offen für alle Kinder aus Rödermark. Und es ist eines der Höhepunkte im Sommersonderprogramm, das die städtische Jugendarbeit in Kooperation mit einigen Vereinen trotz Corona auf die Beine gestellt hatte.

Eine ganze Reihe von Kreativangeboten hatten Jutta Winheim und ihre Co-Betreuerinnen Renate Dula und Mara Oswald vorbereitet: Ledersäckchen wurden gebastelt, Porzellan wurde bemalt, die Kinder konnten batiken, T-Shirts mit der Spraydose verschönern, Lavendelsäckchen herstellen oder mit Muscheln und viel Glitzer Bilder in den Sand malen.

Stockbrot überm Lagerfeuer

„Unsere täglichen Angebote sind kein Muss, sondern ein Kann“, erklärte Jutta Winheim. „Es gibt auch Kinder, die ganz selbstvergessen an den Hütten herumbauen.“

Das waren vor allem die Jungs, die alte Hütten renovierten oder neue aufbauten und sägten und hämmerten, was das Werkzeug hergab. Faszinierend für alle Mädchen und Buben war eine Farmpremiere: „Rent-a-Huhn“ heißt eine Aktion des Seligenstädter Hühnerbauern Michael Lüft, die das Team aufgegriffen hat. Die fünf Miethühner gab es samt mobilem Stall, Körnerfutter und Gebrauchsanweisung.

Das ermöglichte den Kindern wertvolle Naturerfahrungen. Für den ordnungsgemäßen Umgang mit den Hühnern sorgten ältere Kinder wie Adrian, mit seinen elf Jahren ein alter Farmhase.

Als Hilfsbetreuer warf er seine prüfenden Blicke auch über den Baubereich und war für das Lagerfeuer verantwortlich.

Dort versammelten sich die Kinder zum Abschluss eines jeden Vormittags und rösteten Stockbrot. In diesem Jahr ausnahmsweise immer in zwei Gruppen – wegen Corona.

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