Festival Kultur ohne Grenzen begeistert auch mit Folklore/Sonntag-Veranstaltungen Resümee: Es war noch schöner als gedacht

Alle Foto und Video Kameras wurden bei den Auftritten der Folkloretanzgruppe aus Hekimhan gezückt. Viel Freude brachten sie unter die Gäste. Foto: Berker

Rödermark (zsb) – Die Freundschaft der Partnerstädte Bodajk (Ungarn), Saalfelden (Österreich), Plésna (Polen), Hekimhan (Türkei), Bourgoin-Jallieu (Frankreich) und Tramin (Italien) mit Rödermark wurde durch das erste Wochenende des Festivals „Kultur ohne Grenzen“ gestärkt. Gezeigt hatte sich das besonders am Sonntagnachmittag. Die Bürgermeister Aliseydi Milliogullari (Hekimhan), Józef Knapik (Plésna), und Rödermarks Bürgermeister Roland Kern überreichten sich gegenseitig Geschenke. Aus Hekimhan gab es getrocknete Aprikosen, eine Spezialität der Stadt, aus Plésna Wein aus dort angebauten Trauben. Passend überreichte Kern unter anderem eine Schale mit Rödermark Inschrift, in der die Früchte verwahrt werden können.

Einen großen Anteil an der Gestaltung des Nachmittages hatte Hekimhan. Eine Lesung stand auf dem Plan und außerdem konnte die Folkloregruppe erneut bewundert werden. Schon am Freitag war die Freude über die engagierten Tänzer und Tänzerinnen groß, die extra die weite Anreise auf sich genommen hatten.

Durch das Programm führte am ganzen Festivalwochenende charmant Semra Kanisicak, die am Sonntag zusätzlich die Aufgabe übernahm, die Barrieren zwischen der türkischen und der deutschen Sprache zu beseitigen. Hekimhans Bürgermeister trug sich abschließend noch in das goldene Buch der Stadt Rödermark ein und versprach, die Freundschaft mit Roland Kern aufrecht zu erhalten, auch über das Ende der Amtszeit hinaus. Denn Kern hatte kurz zuvor festgestellt, dass er selbst nur noch wenige Monate im Amt sei und dass auch der türkische Bürgermeister sehr zeitnah aus dem Amt verabschiedet werde.

Literarisch ging es weiter. Zunächst leider mit einer schlechten Nachricht: Henni Nachtsheim konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein und aus seinem Buch vorlesen. Chrismegan, Arno Mieth und Verena Rot konnten jedoch das zahlreiche Publikum im Rothahasaal der Bücherei Ober-Roden in die Welten ihrer Bücher entführen. Chrismegan widmet sich in ihren Werken den Themen Heimat und Fremde. Dabei faszinieren sie besonders die Kelten, über die es schließlich auch in Urberach geschichtliche Spuren zu entdecken gibt. Eine besondere Verbindung spürt sie mit Irland, dort gehörte Geschichten inspirieren sie zu ihren Büchern. Zum Festival las sie Teile einer Geschichte vor, in der eine Meerfrau eine besondere Rolle spielt. Zum Abschluss sang sie berührend das irische Volkslied „Oh Danny Boy“.

Einem anderen Spektrum der Literatur hat Arno Mieth sein Interesse gewidmet. Seelenreisen haben es dem engagierten Rödermärker angetan und so schreibt er in seinem Abenteuerroman „Die Allianz der Seelenwanderer“ über zwei Männer, die durch die Entdeckung von Bewusstseinserweiterungen die Evolution beschleunigen. Aus früherer Arbeit und Reisen um die Welt, sagt Mieth, schöpfe er seine Ideen. Aktuell schreibt er an einem zweiten Teil, der in etwa einem Jahr erscheinen wird.

Die letzte im Bunde der regionalen Autoren, die ihr Buch den Festival Besuchern vorstellte, war Verena Rot. Selbst bezeichnet sie sich als Autorin für Kriminalromane für gemütliche Stunden. Familie, Liebe und Kriminalfälle vereint, schreibt sie Bücher, in denen vor allem starke Charakterbildungen auffallen. Den Zuhörern am Sonntagnachmittag erzählte sie, wie sie mit Steckbriefen Figuren Leben einhaucht und liest aus ihrem vierteiligen Werk Apollonia vor.

Nach dem literarischen Nachmittag folgte ein musikalischer Abend im Jazzkeller. Das Jugendorchester des Musikvereins 03 und drei Nachwuchsbands zeigten Engagement für Kultur und für Europa. Jazz-Kombo CJP mit Fusion-Jazz, Manatee mit Rock und Pop sowie Jamslam Connection mit einer Fusion aus Jazz, Soul, Funk und Blues.

Zum Abschluss des ersten Wochenendes des Festivals zog Bürgermeister Kern ein Resümee: Es war noch schöner als gedacht! Dankbar ist er den vielen Organisatoren und Helfern: Thomas Mörsdorf, Sylvia Baumer, Lothar Rickert (Alternatives Zentrum), Sylvia Altenberg (Jazzclub), Karin Kück (Kunst in Rödermark), Verena Rot (Team Literatur), Sandra Schallmayer (Team Kulinarik) und Oliver Nedelmann (Theater Nedelmann).

Der zweite große Teil des Festivals ist am Wochenende des 14.-16. Junis. Dazwischen gibt es allerdings weitere Veranstaltungen zu „Kultur ohne Grenzen“. Das Theater Nedelmann führt zum Beispiel mehrfach ein neues Stück auf.

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