Drei kurze Wochen Fastnachtsfreude

TG Ober-Roden findet in Fremdensitzung zu sich selbst zurück

Immer wieder erstaunlich: die Fülle junger TG-Tänzerinnen quer durch alle Tanzstile, von den Gardemädchen über die Majoretten bis hin zum Jazztanz.Im Bild: die Mini-Jazz-Formation.

Rödermark (chz) – Bei einer so kurzen Fastnachtskampagne wie dieser muss eben etwas schneller und intensiver gefeiert werden: dies nahmen sich die TG-Fastnachter in ihrer Narhalla zu Herzen und feierten bei ihrer ersten Fremdensitzung (die keine Fremden, sondern nur Freunde zusammenführt) bis spät in die Nacht.

Selbst das Prinzenpaar aus dem Hause Gotta konnte sich dem nicht entziehen: schon vor seiner Proklamation und bevor Bürgermeister Roland Kern ihnen mit dem Stadtschlüssel auch die Bürger der Stadt anvertraute, stand Prinz Christian wie gewohnt musizierend mitten im Musikzug der TG. Prinzessin Carolin krönte ihren großen Tag mit einem Auftritt bei ihren Majoretten, den sie in luftiger Höhe hoch über der Tanzgruppe beendete. Und auch das Kinderprinzenpaar Lilli I. und Tim II. werden bei der Kindersitzung garantiert aktiv werden - als Prinzenpaar in Rödermark ist man lieber mittendrin als nur dabei.

Ansonsten ist TG-Fastnacht zunehmend ortskernbezogener und bodenständiger: sogar „Special Guest“ alias Model Hildchen kommt aus den eigenen Reihen: der Auftritt von TG-Vorsitzendem Karlheinz Weber im Damenoutfit Größe XXXL ließ die Gäste jubeln.

Außer den Frankfurter „Schwerdtfegers“ und dem Urmainzer Musiker Harry Borgner kommen alle Sitzungsbeiträge aus „TG-Beständen“, so etwa die fastnachtsbesessenen Mitglieder der Reisert-Familie: Sascha als eloquenter und absolut sprach- und pointenbegabter Sitzungspräsident mit einem Protokoll, das so ernst, zugleich humorvoll und treffend war, dass die Zuhörer fast den Atem anhielten; Bruder Boris mit der Klage „Im Sommer werd ich 30!“ sowie Bruder Michi mit dem Jubelbeitrag „Endlich zurück aus USA“ hatten den Saal wieder fest im Griff. Wie immer frenetisch gefeiert: die lokalen Musikgruppen wie die Bänkelsänger, die wieder einmal herzerfrischend von draußen und aus dem Ort berichteten bis hin zur uhrenlosen Kirchturmspitze. Die „Fastnachtssänger“ von Kurz+Bündig kamen schlafwandelnd und später mitreißend melodisch zur Sitzung. In einer Paraderolle: der neue „Stadtschreiber“ Norbert Köhler, der aus seiner Sicht besonders treffend das Geschehen reflektieren und den Menschen wie einst Junker Jörg aufs Maul schauen kann.

Ganz aus dem Herzen des Vereins kamen die vielen Tanzgruppen, die mit ihren Trainerinnen alljährlich wieder das Publikum optisch entzücken und staunen lassen, dass es so viel tanzenden Nachwuchs gibt wie etwa das derzeitige Tanzpaar Paula Daxer und Jan Rigual. Bei Jazztanz, Majoretten und Garde sind neben den „Großen“ auch die Mini-Gruppen und teilweise auch noch Midigruppen durchgehend stark besetzt und erfrischend lustvoll auf der Bühne. Da kann auch die prinzliche Hofgarde ganz getrost in die Zukunft schauen: es gibt jedes Jahr einen neuen Prinzen und damit potentiellen Nachwuchs. Tobias Rigual, der gemeinsam mit seiner Frau ihre Prinzeninsignien zuvor an Prinz Christian übergab, ist jedenfalls schon dabei.

Wer die erste Sitzung am Samstag in der TG-Halle verpasst hat, kann das an den nächsten zwei Wochenenden nachholen. Am 30. Januar ist die Halle ausverkauft, doch für den 23. gibt’s Restkarten bei kalli.weber[at]tg08-karneval[dot]de.

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