Richtiges Verhalten in der Brut- und Setzzeit Oberstes Gebot: Rücksicht

Dieses Rehkitz wurde auf einer Wiese in Bad Soden entdeckt. Bild: Main-Taunus-Kreis

Taunus (red) – Zu einem umsichtigen Verhalten wegen der Brut- und Setzzeit hat die Erste Kreisbeigeordnete des Main-Taunus-Kreises, Madlen Overdick, aufgerufen. Wildtiere bekämen von Anfang März bis September ihren Nachwuchs und seien deshalb besonders sensibel für Störungen. Gehölze dürften wegen der Vogelbrut jetzt nur in bestimmten Ausnahmefällen zurückgeschnitten werden, das Gleiche gelte für Baumfällungen. Sie müssten vorher mit der Unteren Naturschutzbehörde beim Main-Taunus-Kreis abgestimmt werden. „Wer umsichtig handelt, leistet einen wichtigen Beitrag zum Tier- und Artenschutz“, fasste die Umweltdezernentin zusammen.

Wer in den kommenden Monaten spazieren geht, sollte Hunde nicht fernab der Wege über Wiesen, Ackerflächen und durch Gebüsch oder den Wald laufen lassen. Auf Äckern können Gelege von Feldlerche oder Rebhuhn zerstört werden. Auch Menschen sollten die landwirtschaftlichen Flächen nicht betreten, da Bodenbrüter gestört und die Einsaat der Landwirte beschädigt wird.

Wenn Hunde an Jungtieren wie Rehkitzen schnuppern, werden die Eltern ihre Jungen möglicherweise nicht weiter versorgen. Außerdem kann aufgescheuchtes Wild auf der Straße zu Unfällen führen. In Naturschutzgebieten müssen Menschen auf den Wegen bleiben und Hunde an der Leine geführt werden; Verstöße werden mit Geldstrafen geahndet.

In einigen Kommunen gibt es Regelungen zur Leinenpflicht. Auskünfte darüber erteilen die jeweiligen Ordnungsämter.

Wer in der warmen Jahreszeit picknicken geht, sollte anschließend seine Abfälle mitnehmen, so Overdick. Zum einen werde sonst die Landschaft verschandelt. Zum anderen könnten sich hungrige Tiere sehr leicht verletzen.