Wohnungslosenhilfe im Hanauer Franziskus-Haus kommen in den Genuss von Tiefkühlkost Lebensmittel aus dem Bad für den guten Zweck

Übergabe in Corona-Zeiten: (von links) Franziskus-Haus-Leiter Rainer Broßmann, den Leitenden Schwimmmeister Holger Roche und Bäder-Geschäftsführer Uwe Weier. Foto: p

Großauheim (red) – Durch die Corona-Krise sind Hanaus Bäder seit 14. März geschlossen. In den Kühltruhen des Bistros im Lindenau-Bad, das die Hanau Bäder GmbH selbst betreibt, lagern seither Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum näher rückt. „Wir haben deshalb nach einer sinnvollen Verwendung gesucht“, sagt Bäder-Geschäftsführer Uwe Weier. Und diesen guten Zweck hat die städtische Bädergesellschaft gefunden dank der Idee und Vermittlung von Klaudia Mänz, Stadtverordnete und Aufsichtsratsmitglied: Die Nichtsesshaften der Ökumenischen Wohnungslosenhilfe (ÖWH) im Hanauer Franziskus-Haus kommen in den Genuss der Tiefkühlkost.

Nun hat Franziskus-Haus-Leiter Rainer Broßmann die erste von mehreren Chargen aus den Händen von Geschäftsführer Weier und dem Leitenden Schwimmmeister des Lindenau-Bades, Holger Roche, in Empfang genommen. Aus der Gefriertruhe sozusagen direkt überreicht in die Kühl-Transportbox, die Broßmann mit nach Großauheim gebracht hat.

Darunter Packungen mit Laugenbretzeln, die laut Roche bei den Badegästen „der Renner“ sind. Und die Broßmann von der Köchin des Franziskus-Hauses nun aufbacken und zu Suppen reichen lassen will. „Die Bretzel sind für unsere Wohnungslosen ein Schmankerl, weil wir uns die finanziell normalerweise nicht leisten können“, sagt er.

1,50 Euro kostet das Mittagessen im Franziskushaus. 15 bis 20 bedürftige Menschen kommen derzeit in den Genuss davon.

Nicht nur Bretzeln sind es, die Broßmann zufolge den Speiseplan des Franziskus-Hauses eine Weile bereichern. Die Bädergesellschaft spendet auch Aufbackbrötchen, Kuchen und bratfertige Buletten aus der Kühltruhe. Zusätzlich stiftet sie die momentan im Bistro nicht nötigen Teebeutel, die Broßmann sehr gelegen kommen. Denn er berichtet, dass Tee im Franziskus-Haus bewusst gratis ist – „für diejenigen, die sich nicht mal die 20 Cent für den Pott Kaffee leisten können.“

Er lässt sich von Bäder-Geschäftsführer Weier die Lage der wegen Corona noch geschlossenen Bäder erläutern. Und er bedankt sich für die ungewöhnliche Sachspende mit den Worten: „Es ist toll, wenn Sie in der für die Bäder so schwierigen Zeit an andere Menschen denken, denen es nicht gut geht.“

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