Hobbykünstlerin präsentiert im Foyer des Rathauses ihre optimistischen Kunstwerke Monika Ott hat die Lizenz zum Lächeln-Lassen

Energiegeladene Blumen im Comic-Stil: „Ich bin immer wieder selbst fasziniert, was auf der weißen Leinwand vor mir entsteht“, sagt die Künstlerin Monika Ott. Foto: m

Obertshausen (m) – Sie heißen Jolies und besitzen die Fähigkeit, selbst besonders dienstbeflissenen Beamten ein breites Grinsen zu entlocken. Monika Ott hat die Lizenz zum Lächeln-Lassen, die Hobbykünstlerin setzte am vergangenen Samstag im Foyer des Rathauses Schubertstraße ihre witzigen Figuren in knallbunte Szenen.

Die Bilder tragen Titel wie Lebenslust, Sunshine Flowers, Happy Balloonies und Blümchen im Park. Und sie werden ihren Namen gerecht: Blumen mit ansteckend optimistischen Gesichtern auf grünem Grund und knuffige Köpfe in Rot- und Gelbtönen scheinen, sich über ihre Betrachter lustig zu machen. Dazwischen flitzen farbenfrohe Zwerge auf Herbstlaub durch die Luft oder stellen im Wald eine Kürbis-Fratze vor. An einer anderen Stellwand kichern bunte Ballons. Ihre Erschafferin hat die Grinse-Gesichter „Jolies“ getauft, und unter vielen von ihnen kleben schon rote Punkte, die ein Werk als verkauft markieren.

Eine weitere Gruppe ihrer Werke überschreibt die Künstlerin mit „Kraft der Natur“. Es sind der Froschkönig mit Krone, allein im grünen Gras, die fetten Neon-Fische oder verträumte Ansichten der Urlauber-Insel Fuerteventura. Die Obertshausenerin schießt Fotos von den Landschaften, nutzt aber auch diese lediglich als Anregung und lässt ansonsten ihrer Fantasie freien Lauf, erläutert sie ihre Vorgehensweise.

Früher malte sie viel in Öl, heute bevorzugt sie Acryl. „Da musst du nicht warten, bis es trocken ist, und ich bin ungeduldig, ich will fertig werden.“ Die Strichmännchen und lachenden Blumen im Comic-Stil, energiegeladen und fast kindlich, begleiten die Ausstellerin schon fast ein Leben lang. „Ich habe schon früh angefangen, habe einen Kaffeefleck im Matheheft ummalt“, verrät sie.

Nur wenige Bilder hat sie bereits bei ihren ersten Schauen 2015 und ’16 der Öffentlichkeit vorgestellt: Das Freibad, den Campingplatz und einen Schlossgarten, die den Wimmelbildern des Bilderbuch-Gestalters Ali Migutsch gleichen, auf denen es immer wieder neue Details zu entdecken gibt. Ganz aktuell ist die Vielvölker-Darstellung „Together“, die mit Köpfen aus verschiedenen Regionen der Welt dokumentiert, „dass wir eigentlich friedlich und achtsam miteinander umgehen sollten“, erklärt Monika Ott. Gleichheit, Gerechtigkeit, Vertrauen, Liebe, Verantwortung, Glück und Freiheit steht auf den T-Shirts der Menschen.

„Ich bin immer wieder selbst fasziniert, was auf der weißen Leinwand vor mir entsteht“, erklärt die gelernte Bilanzbuchhalterin, die als Abteilungsleiterin beschäftigt ist. Diese Tätigkeit lasse wenig Kreativität zu, darum nutze sie die Malerei als Ausgleich. „Du entwickelst etwas im Kopf, aber während des Malens ändert sich die Vorstellung.“

Neuerdings öffnet sie Mini-Museen: In dicken Bilderrahmen hocken winzige Menschen vor kleinen Ausgaben ihrer „Blümchen in pink“, „Mondschein-Angler“, „Skyline“ und „Imagine“.

Die Ausstellung verleiht dem Verwaltungsgebäude noch bis zum 11. Juli Farbe. Und ein Lächeln.

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